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Preise, Aktionen etc.

Vorsicht vor diesen 5 Tricks der Mobilfunkanbieter

Frau mit Handy vor Vertragsunterlagen
Ein neues Urteil besagt: Auch bei kleinen Preiserhöhungen haben Kunden ein WiderspruchsrechtFoto: Getty Image

Wer auf der Suche nach einem neuen Handytarif ist, muss sich oftmals mit großen Versprechungen, schier undurchschaubaren Datenblättern und scheinbar kurzfristigen Aktionen auseinandersetzen. Mit etwas Geduld und prüfendem Blick können Sie die Tricks der Anbieter aber umschiffen und den passenden Tarif finden.

Alle einmaligen und laufenden Kosten eines Handytarifs im Detail? Bis man die auf den Seiten vieler Mobilfunkanbieter findet, kann man lange suche. Denn solche Informationen werden oft erst in der Zusammenfassung einer Bestellung aufgeführt. Von der Preisstaffelung, über versteckte Kosten bis zu scheinbar exklusiven Angeboten – von diesen Tricks der Mobilfunkanbieter sollten Sie sich nicht beeinflussen lassen.

Die Tricks der Anbieter

1. Undurchschaubare Kosten

Die einzelnen Bestandteile und Kosten eines Handytarifs sind für Kunden auf den ersten Blick oftmals nur schwer ersichtlich. Eventuell stimmt das verlinkte Datenblatt nicht mit dem aktuellen Tarifangebot überein, ist zu allgemein gehalten oder verlinkt wiederum auf neue Dokumente, die schwer zu durchschauen sind. Um die kompletten Kosten eines Tarifangebotes richtig vergleichen zu können, sollte man daher immer einen Bestellprozess beginnen und sich dann bis zur Zusammenfassung der Kosten durchklicken, noch bevor persönliche Daten eingeben werden müssen, erklärt das Fachmagazin „c’t“. Denn die Provider würden viel Mühe darauf verschwenden, die tatsächlichen Preise zu verschleiern. In der Gesamtauflistung der Vertragsdetails müssen sie aber transparent sein – Kunden können sich das zu Nutze machen.

2. Preisstaffelung bei Handytarifen

Bei Internet- oder Handytarifen findet sich oft noch ein zweiter Preis, der ab dem 7., 13. oder 25. Monat gilt und dann gerne unauffällig in kleiner Schrift auftaucht, so die Experten. Dabei handele es sich um eine vereinbarte Preiserhöhung. Auf der Webseite bewerben die Anbieter ihre Tarife allerdings gern mit den reduzierten Preisen.

Unser Tipp: Prüfen Sie genau, wie lange ein ausgewiesener Preis gilt und rechnen sie eventuelle Erhöhungen nach einigen Monaten mit ein.

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3. Vermeintliche Rabatte

Noch ein Trick aus der Verkaufspsychologie: Nachlässe für die gesamte Vertragsdauer. Statt beispielsweise einen monatlichen Preis von 19,99 Euro festzusetzen, bietet man Kundinnen und Kunden 24,99 Euro und einen Nachlass von 5 Euro. Das soll sich dann besonders „günstig anfühlen“ und die Neigung ausnutzen, bei Schnäppchen zuzuschlagen.

4. Angebote nur „für kurze Zeit“

Nicht unter Zugzwang setzen lassen sollte man sich auch von Aktionen, die angeblich nur noch kurze Zeit laufen. Meist gibt es am Ende der vorgeblichen Angebotsfrist einfach eine neue – zu den gleichen oder sogar noch besseren Konditionen.

5. Vermeintlich exklusive Angebote in Shops und am Telefon

Wichtig: Wer seinen Mobilfunkvertrag im Handyshop, auf der Straße oder am Stand im Elektronikmarkt unterschreibt, hat kein Widerrufsrecht. Besser ist immer die Online-Bestellung, so die Experten. Dort werde man nicht von Verkäufern unter Druck gesetzt und könne alle Vertragsdetails in Ruhe prüfen. Das gleiche gilt bei Angeboten, die Kunden per Telefon unterbreitet werden. In vielen Fällen ähneln sie denen, die auf der Webseite beworben sind, oder sie sind sogar identisch. Exklusivität? Fehlanzeige! Lassen Sie sich also auch hier Zeit und prüfen Sie in Ruhe das neue Angebot.

Widerruf, wenn was nicht stimmt

Nicht nur bei im Internet, sondern auch bei am Telefon abgeschlossenen Handyverträgen gilt: Alle zugesandten Unterlagen und die Auftragsbestätigung muss man noch einmal sehr sorgfältig durchsehen. Und man sollte nicht zögern, den Vertrag zu widerrufen, wenn man doch noch überraschende Klauseln entdeckt, Vereinbarungen fehlen oder gar ungewollte Vertragsbestandteile enthalten sind. Zum Widerruf hat man zwei Wochen Zeit.

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Eine Neuheit im Tarifdschungel sind übrigens Handytarife, bei denen als mögliche Zahlungsarten nur Bezahldienste angeboten werden. Was dahinter steckt? Die Bezahlung etwa per Paypal macht diese Tarife nominell zu Laufzeittarifen, für die der Gesetzgeber die teure und zeitraubende Identifizierung des Kunden nicht vorschreibt, wie es bei Prepaid-Tarifen der Fall ist, erklärt die „c’t“. Der Kunde werde durch die beim Bezahldienst hinterlegte Bankverbindung identifiziert.