28. Februar 2026, 12:47 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Xiaomi hat seinen ersten eigenen Bluetooth-Tracker früher als geplant vorgestellt. Eigentlich sollte das Gerät im Vorfeld des Mobile World Congress 2026 am 28. Februar präsentiert werden. Nachdem jedoch viele Details vorab im Netz aufgetaucht waren, zog der Hersteller die Ankündigung vor.
Über den Kurznachrichtendienst X, ehemals Twitter, veröffentlichte Xiaomi zunächst ein offizielles Bild und technische Eckdaten. Inzwischen ist das Gerät mit dem schlichten Namen Xiaomi Tag auch im offiziellen Mi-Store gelistet.
Mit dem neuen Tracker will Xiaomi sowohl Android- als auch Apple-Nutzer erreichen. Laut Produktseite fährt der Hersteller dabei zweigleisig. Das bedeutet: Der Xiaomi Tag unterstützt unterschiedliche Ortungsnetzwerke, richtet sich aber jeweils nur an eines davon gleichzeitig.
Ein Tracker für zwei Welten
Der Xiaomi Tag lässt sich entweder über Apples „Wo ist”-Netzwerk oder über Googles Find-My-Hub orten. Beide Dienste helfen dabei, verlorene Gegenstände wie Schlüssel oder Rucksäcke wiederzufinden. Allerdings musst du dich bei der Einrichtung für eines der beiden Netzwerke entscheiden. Ein gleichzeitiger Betrieb in beiden Systemen ist nicht möglich. Dieses Vorgehen kennt man auch von anderen plattformübergreifenden Trackern wie dem Ugreen Finetrack Duo.
Bei der Stromversorgung setzt Xiaomi auf eine klassische Knopfzelle. Diese Batterie soll bis zu zwölf Monate halten und lässt sich problemlos austauschen. Einen fest verbauten Akku gibt es nicht. Die Ortung erfolgt über Bluetooth 5.4, ein Funkstandard, der Geräte über kurze Distanz miteinander verbindet. Im „Verloren“-Modus steht zudem NFC zur Verfügung, allerdings nur innerhalb von Apples „Wo ist“-Netzwerk. NFC ist eine Technik, mit der sich Daten auf sehr kurze Distanz drahtlos übertragen lassen, etwa wenn jemand einen gefundenen Tracker mit dem Smartphone berührt.
Auch interessant: Was man über den Smartphone-Hersteller Xiaomi wissen sollte
Keine UWB-Technik an Bord
Wie viele andere Bluetooth-Tracker verzichtet auch der Xiaomi Tag auf die Ultra-Wideband-Technologie, kurz UWB. Diese Technik ermöglicht eine besonders präzise Ortung auf kurze Distanz, wie sie etwa bei Apples AirTags zum Einsatz kommt. Ohne UWB fällt die Positionsbestimmung weniger genau aus. Trotzdem soll sich der Tracker gut wiederfinden lassen. Dafür sorgt ein integrierter Pieper, der auf Knopfdruck ein akustisches Signal abgibt. Zusätzlich ist ein Beschleunigungssensor verbaut.
Zum Preis gibt es bislang keine offizielle Bestätigung. Genannt werden 17,99 Euro für einen einzelnen Tracker oder 59,99 Euro für einen Viererpack. Damit würde der Xiaomi Tag deutlich unter Apples AirTags liegen. Im Vergleich zu anderen Trackern ohne UWB ist der Preis jedoch höher. Der Ugreen Finetrack Duo ist im Viererpack bereits für rund 30 Euro erhältlich.