Am 29. Juli startet das Wacken Open Air 2026. Bis zum 1. August feiern rund 85.000 Metal-Fans auf dem legendären Holy Ground in Schleswig-Holstein. Wer mit einer Smartwatch nach Wacken reist, sollte jedoch vorher eine bestimmte Einstellung vornehmen. Andernfalls drohen Probleme, vor denen sogar die Polizei warnt.
Wacken gilt als eines der größten Metal-Festivals der Welt. Zwischen den Bühnen, auf den Campingplätzen und vor allem in den Moshpits kann es dabei ordentlich zur Sache gehen. Besitzer einer Smartwatch sollten deshalb vor Festivalbeginn eine Vorsichtsmaßnahme berücksichtigen. Andernfalls drohen unnötige Polizeieinsätze.
Smartwatch beim Konzert kann Fehlalarm auslösen
Das jedenfalls musste die Polizei im englischen Leicestershire feststellen. Im Juni 2025 gingen nämlich laut einem Facebook-Beitrag der Behörde knapp 700 mehr Notrufe ein als sonst üblich. Grund hierfür war das Download Festival, auf dem zahlreiche Rock- und Metal-Bands auftraten. Offenbar trugen viele Besucher Smartwatches, die während des Konzertbetriebs automatische Notrufe auslösten.
Ein ähnliches Problem könnte theoretisch auch auf Festivals wie dem Wacken Open Air auftreten. Denn gerade bei Metal-Konzerten kann es vor der Bühne besonders wild werden.
Denn bei Rock- und Metal-Konzerten geht es bisweilen äußerst rabiat zur Sache. Etwa im sogenannten Moshpit, in dem sich Fans mit Wucht voneinander abstoßen. Offenbar ist dieser Brauch aber mitunter zu wild für eine Smartwatch. Moderne Geräte verfügen unter anderem über eine automatische Sturz- oder Unfallerkennung, die im Ernstfall Rettungskräfte alarmieren soll und so potenziell Leben retten kann. Beim Download Festival lag jedoch keine tatsächliche Notlage vor – die Besucher hatten lediglich ausgelassen gefeiert.
Das empfiehlt die Polizei
Wie die Polizei schreibt, mussten alle eingehenden Notrufe geprüft werden. In mehreren Fällen riefen die Beamten die Betroffenen sogar zurück, um sicherzustellen, dass kein echter Notfall vorlag. Die zahlreichen Fehlalarme banden jedoch Ressourcen und erschwerten die Bearbeitung tatsächlicher Notrufe.
Damit sich so etwas auf Festivals wie Wacken nicht wiederholt, sollten Besitzer ihre Smartwatch vor dem Konzertbesuch in den Flugmodus versetzen oder die automatische Unfallerkennung vorübergehend deaktivieren. Sollte dennoch ein Notruf ausgelöst werden, empfiehlt es sich, eingehende Anrufe von unbekannten oder unterdrückten Nummern anzunehmen. Dahinter könnte sich ein Rückruf der Einsatzkräfte verbergen.
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