25. September 2026, 15:15 Uhr |
Lesezeit: 3 Minuten
Smart Glasses sitzen über längere Zeit unmittelbar am Kopf. Umso problematischer ist es, wenn sich Teile der Technik stark erhitzen, denn so kann ein Hardwareproblem schnell zum Sicherheitsrisiko werden. Genau davor wird nun bei der INMO Air3 gewarnt. Besitzer sollen die betroffene Brille vorerst nicht mehr verwenden.
Konkret geht es um die INMO Air3 Smart Glasses. Der Hersteller hat gemeinsam mit der US-Verbraucherschutzbehörde Consumer Product Safety Commission (CPSC) einen Rückruf gestartet. Die Behörde veröffentlichte die entsprechende Mitteilung am 24. September 2026.
Smart Glasses können gefährlich überhitzen
Grund für den Rückruf ist eine mögliche starke Erwärmung der Brille. Laut CPSC kann der linke Bügel bei längerer Nutzung überhitzen. Dadurch besteht Verbrennungsgefahr und „Gefahr schwerer Verletzungen oder des Todes durch Verbrennungen“.
Dabei handelt es sich nicht nur um eine vorsorgliche Warnung. Nach Angaben der CPSC hat INMO bereits zehn Meldungen zu überhitzten Air3-Brillen erhalten. In einigen Fällen berichteten Nutzer von einem Brenngefühl im Gesicht und an der linken Seite des Ohrs. Welche technische Komponente die Überhitzung verursacht, nennt die Behörde allerdings nicht. Daher lässt sich bislang nicht nachvollziehen, wo genau die Ursache des Problems liegt.
In sozialen Netzwerken berichten Nutzer bereits seit Anfang 2026 über Probleme mit der Air3.
Die entsprechenden Brillen sind schwarz. Auf der Innenseite des rechten Bügels befindet sich ein Label mit den Bezeichnungen „AIR3“ und „INMO“.
Die Air3 ist eine eigenständig nutzbare AR-Brille, die INMO unter anderem für KI-Übersetzungen, Produktivitätsfunktionen und Medien-Streaming vermarktet. Das Gerät läuft mit Android und benötigt für den Betrieb laut Hersteller keine Verbindung zu einem Smartphone.
Die Air3 war auch für Käufer in Deutschland erhältlich. Laut seinen Versandbedingungen liefert INMO in „alle europäischen Länder“. Wie viele Exemplare konkret nach Deutschland verkauft wurden, ist allerdings nicht bekannt. Der Rückruf der US-Verbraucherschutzbehörde CPSC nennt lediglich rund 1643 Geräte in den USA sowie etwa 120 weitere Exemplare in Kanada. Angaben zu Deutschland macht die Behörde nicht.
Die Brillen wurden zwischen Dezember 2025 und August 2026 über Amazon, Inmox und Kickstarter verkauft. Der Verkaufspreis lag dort zwischen 900 und 1300 US-Dollar.
Was Betroffene jetzt tun müssen
Wer eine betroffene INMO Air3 besitzt, soll die Nutzung der Smart Glasses unverzüglich einstellen und sich an den Hersteller wenden. Als kostenlose Problembehebung bietet der Hersteller ein Update des Systems auf Version V3.16 an. INMO unterstützt Besitzer dabei, die neue Version online auf der Brille zu installieren. Ein Austausch des Geräts ist damit nicht zwangsläufig erforderlich.
Auf seiner eigenen Rückrufseite erklärt INMO außerdem, welche Angaben für die Abwicklung benötigt werden. Kunden sollen dem Support ein Foto der betroffenen Air3 senden. Zusätzlich soll, sofern vorhanden, die Bestellnummer und der Vertriebskanal angegeben werden.
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