6. Januar 2026, 14:19 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Apple hat per Update nachträglich die WLAN-Geschwindigkeit von bestimmten iPad-, MacBook- und Mac-Modellen verbessert. Geräte mit neueren Chips der M-Serie und Unterstützung für WLAN 6E erhalten damit eine höhere Übertragungsrate in 5-Gigahertz-Netzen.
Größere Kanalbreite im 5-Gigahertz-Band
Apple hat im Hintergrund die maximal nutzbare Kanalbreite von einigen WLAN-6E-fähigen Geräten verbessert. Das Unternehmen hat die Seite zur Implementierung von Apple-Plattformen still und heimlich dementsprechend angepasst, wie „MacRumors“ entdeckt hat. Die Änderungen sind bislang nur auf der originalen US-Seite zu finden, weder die Version für UK noch die für Deutschland wurden bislang angepasst.
Statt bislang 80 Megahertz gibt Apple für die betroffenen Modelle nun eine maximale Kanalbreite von 160 Megahertz an. Mit der Verdopplung erreicht das 5-Gigahertz-Band die gleiche theoretische Höchstgeschwindigkeit wie das 6-Gigahertz-Band. Voraussetzung ist, dass auch der eingesetzte Router 160 Megahertz im 5-GHz-Bereich unterstützt.
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Diese Geräte bekommen schnelleres WLAN
Apple hat die höhere WLAN-Übertragungsrate für eine ganze Reihe von zusätzlichen Geräten freigeschaltet. Bislang haben nur das iPhone 15 Pro und neuer sowie das iPad Pro mit M5-Chip 160 Megahertz auf dem 5-GHz-Band unterstützt. Jetzt kommen zahlreiche iPad-, MacBook- und Mac-Modelle mit WLAN-6E-Unterstützung hinzu.
iPad
- iPad Air 11 Zoll und 13 Zoll (M2 und neuer)
- iPad Pro 11 Zoll und 12,9 Zoll (M2 und neuer), sowie iPad Pro 13 Zoll (M4)
- iPad mini (17 Pro)
MacBook
- MacBook Air 13 Zoll und 15 Zoll (M3 und neuer)
- MacBook Pro 14 Zoll und 16 Zoll (M2 und neuer)
Mac
- Mac mini (M2/M2 Pro und neuer)
- iMac 24 Zoll mit zwei und mit vier Ports (M3 und neuer)
- Mac Studio (M2 Ultra/M2 Max und neuer)
Unter optimalen Bedingungen ermöglicht die größere Kanalbreite schnellere Dateiübertragungen, kürzere Upload-Zeiten und stabileres Streaming. Die Verbesserung ist recht bedeutsam, da das 5-GHz-Band noch deutlich weiter verbreitet ist als das neuere 6-GHz-Gegenstück. Allerdings ist für die Nutzung der vollen Kanalbreite ein WLAN-6E-fähiger Router Voraussetzung – und der unterstützt sowohl 5 GHz als auch 6 GHz.
Doch durch das Update können nun auch ältere iPads, MacBooks und Macs auf dem älteren Band Übertragungsraten erreichen, die sonst nur mit 6 GHz möglich sind. Damit lassen sich Leistungsgewinne erzielen, ohne auf ein neues WLAN-Band wechseln zu müssen.
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Technische Voraussetzungen und Grenzen
Es ist nicht ganz klar, welches Update Besitzer der oben genannten Geräte installieren müssen, um die volle WLAN-Leistung nutzen zu können. Laut MacRumors ist dafür die Installation von iPadOS 26.2 und macOS Tahoe 26.2 notwendig. Einige Nutzer berichten jedoch, dass sie bereits nach der Installation von macOS Sequoia Zugriff auf die höhere Kanalbreite hatten.
Die höhere Geschwindigkeit steht nur dann zur Verfügung, wenn der Router eine Kanalbreite von 160 Megahertz im 5-Gigahertz-Band erlaubt. Ist der Router auf 80 Megahertz begrenzt, ergeben sich keine Vorteile durch das Update.
Trotz der Verbesserungen bleibt das 6-GHz-Band im Vorteil, wenn es um geringere Funkstörungen und mehr verfügbare Frequenzen geht. Das Update schließt jedoch die Lücke und macht das weitverbreitete 5-GHz-Band für viele aktuelle Macs und iPads deutlich leistungsfähiger.