25. August 2025, 7:13 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Amazon steht offenbar vor einer Kehrtwende bei seinen Fire-Tablet-Produkten. Das könnte für Nutzer weitreichende Veränderungen bedeuten.
Fire OS vor dem Aus – Android soll übernehmen
Insiderkreisen zufolge denkt der US-Konzern darüber nach, das hauseigene Fire OS aufzugeben. Ab dem kommenden Jahr könnten neue Fire Tablets stattdessen mit einem neuen Android-Betriebssystem auf den Markt kommen, berichtet Reuters mit Verweis auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Damit dürfte Amazon auf die anhaltende Kritik reagieren, wonach die Geräte im Vergleich zur Konkurrenz nur eine eingeschränkte App-Auswahl bieten. Denn bisher müssen Drittanbieter ihre Anwendungen speziell an Fire OS anpassen – ein Aufwand, den viele scheuen. Amazon selbst äußerte sich auf Anfrage nicht zu den Überlegungen. Erst kürzlich hatte das Unternehmen seinen eigenen Appstore für Android-Geräte eingestellt.
Seit der Markteinführung im Jahr 2011 setzt Amazon bei seinen Fire Tablets auf eine Kombination aus eigenem Betriebssystem und kostengünstiger Hardware. Die Tablets werden nahezu zum Selbstkostenpreis verkauft, um Kunden langfristig an das digitale Amazon-Ökosystem aus E-Books, Videos und Musik zu binden. Zwar basiert Fire OS technisch auf Android. Dieses ist jedoch so stark modifiziert, dass sich handelsübliche Android-Apps nicht ohne Weiteres nutzen lassen.
Leistungsfähigere Geräte und höhere Preise
Die geplanten neuen Tablets sollen laut Insidern mit einer weniger stark angepassten Android-Version ausgestattet sein. Die Hardware solle zudem leistungsstärker sein. Infolge der besseren Ausstattung sei davon auszugehen, dass sich der Preis im Vergleich zum aktuellen Top-Modell Fire Max 11 auf rund 400 US-Dollar nahezu verdoppelt.
Auch interessant: Amazon Fire TV-Stick auf keinen Fall ohne Netzteil betreiben
Mit einem weltweiten Marktanteil von acht Prozent rangiert Amazon derzeit knapp hinter Lenovo auf dem vierten Platz unter den größten Tablet-Herstellern. Marktführer sind Apple mit gut 33 Prozent und Samsung mit fast 19 Prozent.
Mit Material von Reuters