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Auf eigenem Speicher

Neue Günstig-Kopfhörer zeichnen Anrufe auf

Mann mit Smartphone in der Hand und Earbuds in den Ohren
Normalerweise braucht man das Smartphone, um Anrufe aufzeichnen zu können – mit einem neuen Kopfhörer-Modell aus London klappt das auch ohne. Foto: Getty Images/Westend61
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Adrian Mühlroth
Redakteur

9. Juli 2026, 11:58 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Das Londoner Unternehmen Nothing hat mit den Ear (3a) neue Earbuds für unter 100 Euro auf den Markt gebracht. Das Modell erhält aber eine Funktion, die viele wohl erst einmal hellhörig werden lassen dürfte: Die Kopfhörer können das Gesprochene direkt während eines Telefonats mitschneiden – ohne App, ohne Umwege.

Aufnahmen direkt über die Earbuds

In den Ear (3a) steckt ein 32 Megabyte großer Flash-Speicher, der eine Mitschnitt-Funktion ermöglicht, die Hersteller Nothing „Audio Snapshot“ nennt. Damit lässt sich per Knopfdruck der Ton aufnehmen, den die Kopfhörer gerade abspielen. Der Hersteller vergleicht „Audio Snapshot“ mit einem Screenshot auf dem Smartphone.

Die Funktion lässt sich durch Zusammendrücken der Earbuds-Stiele aktivieren und hat zwei Optionen, die Nutzer über die Nothing-X-App festlegen können:

  1. Bis zu 60 Sekunden nach der Aktivierung aufnehmen.
  2. Die letzten 30 Sekunden vor der Aktivierung aufnehmen.

Auch Telefonate und Online-Meetings können die Nothing Ear (3a) dank „Call Recording“ mitschneiden. Hier sind laut Nothing bis zu zwei Stunden Aufnahme möglich. Beim Aktivieren der Funktion hören alle Gesprächsteilnehmer einen Hinweiston, der darüber informiert, dass aufgezeichnet wird. So möchte Nothing heimliche Mitschnitte verhindern.

Die Aufnahmen von „Audio Snapshot“ und „Call Recording“ können Nutzer in der Nothing-X-App wiedergeben, bearbeiten und sogar transkribieren. Letzteres funktioniert mit Einschränkungen auch offline. Für eine präzise Transkription sind eine Internetverbindung und ein Pro-Transcription-Abo erforderlich, das es für drei Monate kostenlos gibt.

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Bekannter Ansatz mit überarbeitetem Design

Ansonsten bauen die Ear (3a) auf den Ear (a) auf, die Nothing 2024 als günstigeres Modell eingeführt hatte. Das Case ist minimal schwerer, größer und im Inneren etwas mehr abgerundet, die Earbuds selbst sind praktisch unverändert.

Neu ist allerdings eine pinke Farbvariante. Daneben bietet Nothing die Ohrhörer in Schwarz, Weiß und einer angepassten, gelben Farbgebung an. Zum Lieferumfang gehört nun auch ein besonders kleiner Ohraufsatz. Eine dreistufige LED am Case zeigt den Akkustand an.

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Verbesserter Klang und stärkeres ANC

Im Gegensatz zu den Ear (a) benutzen die Ear (3a) etwas größere 12-mm-Treiber, die tieferen Bass (+5 Dezibel) und mehr Details liefern sollen. Neu ist zudem ein anpassbarer Advanced EQ, der beim Vorgänger noch fehlte.

Die aktive Geräuschunterdrückung (ANC) soll wie bei den Ear (a) bis zu 45 Dezibel abdecken. Allerdings gibt Nothing einen 17 Prozent breiteren Frequenzbereich von 4000 bis 5000 Hertz an.

Einen deutlichen Zuwachs verzeichnet die Akkukapazität in den einzelnen Buds von 46 auf 55 Milliamperestunden. Das schlägt sich aufgrund der neuen Treiber und zusätzlichen Funktionen jedoch nicht in der Laufzeit nieder. Tatsächlich halten die Nothing Ear (3a) bei aktivem ANC mit 5,5 Stunden pro Earbud nicht so lange wie die Ear (a) mit 6 Stunden durch.

Die Nothing Ear (3a) sind zum Verkaufsstart für 99 Euro über die Website von Nothing erhältlich. Bei Amazon sind sie zwar bereits gelistet, aber noch nicht direkt verfügbar.

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