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So lässt sich Musik von CDs und Schallplatten digitalisieren

Musik von CDs oder Schallplatten lässt sich digitalisieren
Musik von CDs oder Schallplatten lässt sich digitalisieren Foto: Getty Images
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Lars Lubienetzki
Freier Redakteur

25. Januar 2026, 16:53 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Die bekannten Musik-Streaminganbieter versprechen den Zugriff auf mehr als 100 Millionen Titel. Warum sollte jemand also seine eigene, kleine Musiksammlung digitalisieren? In diesem Artikel zeigt TECHBOOK, warum sich das möglicherweise doch lohnt und wie sich Schallplatten oder CDs unkompliziert in digitale Dateien verwandeln lassen.

Wer seine Musiksammlung, egal ob von Schallplatte oder CD, digitalisieren möchte, sollte auf jeden Fall etwas Zeit einplanen. Eine CD zu digitalisieren dauert zwischen 5 und 10 Minuten. Bei einer Schallplatte entspricht die Zeit für die Dauer der Digitalisierung der Laufzeit des Albums. Hier lässt sich nichts beschleunigen. Deswegen lohnt es sich vermutlich eher, auf einen Streaming-Dienst zurückzugreifen, um die eigene Lieblingsband digital und mobil zu hören.

Warum sollten Schallplatten oder CDs digitalisiert werden?

  • Zunächst einmal halten CDs als Speichermedium nicht ewig. Kratzer oder sich auflösender Schutzlack setzen dem Material zu. Im schlechtesten Fall lässt sich die Lieblings-CD nicht mehr abspielen. Ähnliches gilt auch für Schallplatten. Bei falscher Pflege oder häufigem Abspielen leidet die Tonqualität hörbar. So dient die Digitalisierung als Backup.
  • Die Audiodaten auf einer CD liegen zwar schon digital vor, eignen sich allerdings weniger für mobile Abspielgeräte oder Smartphones. Um die eigene Musiksammlung auch unterwegs zu genießen, lohnt es sich, die Lieder in ein verlustfreies, platzsparendes Format wie FLAC umzuwandeln. Für Vinyl-Fans bleibt die digitale Kopie immer nur ein Kompromiss, weil sie qualitativ nie an das analoge Original herankommt.
  • Einmal digitalisiert, lässt sich die eigene Musiksammlung überall und jederzeit abspielen.
  • Und vielleicht der wichtigste Grund, die eigene Musiksammlung zu digitalisieren: Streaming-Anbieter mögen eine unfassbare Menge an Musik zur Verfügung stellen, nur teilweise aus lizenzrechtlichen Gründen eben nicht sämtliche jemals veröffentlichte Lieder. Die Lieblings-CD oder -Schallplatte gehört möglicherweise nicht zum Bestand. Dann führt an einer Digitalisierung kein Weg vorbei.
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So funktioniert die Digitalisierung von CD

Besitzer eines älteren Computers verfügen vermutlich noch über ein integriertes CD-Laufwerk. Ansonsten lässt sich über die USB-Schnittstelle ein externes CD-Laufwerk anschließen.

  1. Bevorzugte Musik-App öffnen; auf einem Apple-Rechner dürfte das Apple Music sein; bei einem Windows-Rechner der Media Player oder eventuell auch Apple Music in der Windows-Desktop-Version.
  2. CD in das Laufwerk legen; die Audiodaten werden in der Regel automatisch erkannt; bei Fehlermeldungen CD-Oberfläche auf Schmutz oder Kratzer untersuchen und eventuell mit einem Tuch reinigen
  3. Import-Format in den Einstellungen auswählen, entweder das verlustfreie Apple-Format ALAC oder FLAC auf einem Windows-Rechner; bei den komprimierten Formaten AAC „hoch“ oder MP3 „320 kbps“ auswählen
  4. Fehlerkorrektur aktivieren
  5. Titelinfos prüfen; eventuell sind manuelle Änderungen nötig, weil die per Internet zur Verfügung gestellten Infos nicht exakt sind
  6. Digitalisierung/Konvertierung starten; auf einem Apple-Rechner landen die Audiodaten standardmäßig in der Musik-Mediathek, bei Windows im Musik-Ordner; Zielpfad lässt sich in den Einstellungen ändern

Ein auf diese Weise digitalisiertes Album von CD beansprucht 250 bis 500 MB (ALAC/FLAC) oder etwa 100 bis 180 MB (AAC/MP3) an Speicher.

Profitipp: Es gibt Apps zur Digitalisierung, mit denen sich Titel gleichzeitig in den Formaten FLAC und MP3 konvertieren lassen, beispielsweise dBpoweramp (kostenpflichtig).

Auch interessant: Wie lange halten CDs und DVDs? Tipps zur richtigen Aufbewahrung

So funktioniert die Digitalisierung von Schallplatte

Wer bereit ist, etwas Zeit für die Digitalisierung seiner Schallplatten mitzubringen und den damit verbundenen Qualitätsverlust in Kauf zu nehmen, der benötigt ein paar technische Voraussetzungen, um die Musik von Vinyl auf ein digitales Speichermedium zu bekommen.

Am einfachsten funktioniert die Digitalisierung mit einem USB-Plattenspieler. Diesen muss man mit dem Computer verbinden. Dann reicht es aus, die Platte einmal abzuspielen. Weitere technische Geräte sind nicht notwendig, da moderne USB-Plattenspieler in der Regel über einen notwendigen Vorverstärker verfügen.

Zur Aufnahme und weiteren Bearbeitung der Audiodaten eignen sich frei verfügbare, kostenlose Programme wie Audacity. Um eine möglichst verlustfreie digitale Aufnahme zu erstellen, wählt man in den Einstellungen der Aufnahme-Software eine Bittiefe von 16 Bit bei einer Taktrate von 44,1 kHz.

Wer noch einen herkömmlichen Plattenspieler besitzt, kann auch damit eine digitale Kopie auf den Rechner spielen. Allerdings braucht es dazu möglicherweise noch einen zusätzlichen Vorverstärker, der das analoge Signal vom Tonabnehmer verstärkt. So lässt es sich vom PC verarbeiten.

Inzwischen gibt es im Handel auch sogenannte Analog-/Digital-Wandler als Vorverstärker. Diese lassen sich mit der Line-in-Schnittstelle der Computer-Soundkarte direkt verbinden. Beim Kauf eines externen Wandlers sollte man auf eine Bittiefe-Kapazität von bis zu 24 Bit achten. Bei einer niedrigeren Bittiefe ist der Qualitätsverlust der digitalen Kopie ansonsten deutlich hörbar.

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Im Netz gibt es ansonsten auch anschauliche Videos, die das Digitalisieren von Schallplatten Schritt für Schritt erklären, hier beispielsweise mithilfe von Audacity.

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