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Forderung von US-Behörde

Google und Apple sollen TikTok aus den App-Stores entfernen

TikTok auf Smartphone
Geht es nach der FCC, soll TikTok aus den App-Stores verschwindenFoto: Getty Images

Schon seit einiger Zeit hat die US-Regierung Dienste und Anbieter aus China im Visir. Nach Huawei liegt der Fokus nun auf dem populären Dienst TikTok. Die App könnte demnach bald aus den App-Stores verschwinden.

Huawei landete bereits 2019 auf der „Schwarzen Liste“ der USA. Von dem in Folge ausgesprochenen Handels-Embargo hat sich der Konzern bis heute nicht erholt. Noch immer dürfen auf den Smartphones von Huawei keine Google-Apps installiert werden. Ein ähnliches Verbot, wenn auch in anderer Art, könnte auch TikTok treffen. Erste Stimmen fordern, dass die App aus den App-Stores verschwindet.

FCC fordert Verbot von TikTok

Über TikTok verbreiten Nutzer kurze Videos. Die in China entwickelte App ist vor allem bei jungen Nutzern weltweit sehr beliebt. Doch geht es nach einem Mitarbeiter der Zulassungsbehörde FCC (Federal Communications Commission), sollen Google und Apple TikTok aus dem Play Store bzw. App Store entfernen. Der Grund: Die App sei ein sehr „ausgeklügeltes Überwachungstool“ der chinesischen Regierung. Kurzum, mit der Anwendung würden die Betreiber Nutzer weltweit überwachen können. Der FCC-Mitarbeiter fordert daher ein Verbot von TikTok.

Ein solches Verbot steht nicht zum ersten Mal im Raum. Bereits 2020 beschäftigte sich die US-Regierung ausführlich mit der App und forderte einen Download-Stopp, über den man deren Verbreitung verhindern wollte. Es wurde sogar über einen Kauf von TikTok durch Microsoft spekuliert. Erste Verhandlungen gab es demnach schon. Am Ende wurde es aber stumm um die Akte USA-TikTok. Auch aus den App-Stores ist die App nicht verschwunden. Ein US-Richter schob dem Verbot von TikTok damals einen Riegel vor.

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Nicht nur eine Video-App, sondern der Schafspelz

Zwei Jahre später melden sich die Stimmen aus den USA erneut zu Wort und fordern ein Verbot von TikTok. Sie äußern Bedenken um den Datenschutz sowie die freie Meinungsäußerung. Die chinesische Regierung würde die Betreiber der App demnach zwingen, kritische Beiträge zu löschen. Brendan Carr von der FCC nennt TikTok daher „nicht nur eine weitere Video-App. Das ist der Schafspelz.“

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Seine Aussage untermauert Carr mit einem Bericht, in dem er auf frühere Fälle hinweist, in denen TikTok Daten von Nutzern ausspioniert haben soll. Die App könne demnach Android- und iOS-Sicherheitsvorkehrungen umgehen, um auf sensible Daten von Nutzern zuzugreifen. Er zitierte auch die Entscheidung von TikTok aus dem Jahr 2021, 92 Millionen US-Dollar zu zahlen, um einen Rechtsstreit beizulegen. Damals sah sich TikTok mit Dutzenden von Klagen konfrontiert, hauptsächlich von Minderjährigen, die das Unternehmen beschuldigten, persönlichen Daten ohne Zustimmung gesammelt und an Werbetreibende verkauft zu haben. Vor diesem Hintergrund hat Carr Apple und Google daher aufgefordert, die App bis spätestens 8. Juli aus den Stores zu entfernen oder alternativ eine Erklärung abzugeben, warum sie dies nicht tun wollen.

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Bislang keine Reaktion von Google und Apple

Die beiden Tech-Giganten halten sich indes bedeckt. Weder von Google noch Apple gibt es bislang ein Statement zum geforderten Verbot von TikTok. Anders als bei Huawei und der ersten Welle 2020, geht die Forderung, TikTok aus den App-Stores zu entfernen, dieses Mal nicht vom US-Präsidenten, sondern von einem einzigen Mitarbeiter der FCC aus. Er allein hat das Schreiben unterzeichnet. Der Impact der Forderung ist also vergleichsweise gering.

TikTok selbst kennt die Kritik an der Plattform und weiß von dem geforderten Verbot. Man wolle daher alles tun, um jeden Zweifel an der Sicherheit von US-Benutzerdaten auszuräumen. „Aus diesem Grund stellen wir Experten auf ihren Gebieten ein, arbeiten kontinuierlich daran, unsere Sicherheitsstandards zu validieren, und ziehen seriöse, unabhängige Dritte hinzu, um unsere Abwehrmaßnahmen zu testen“, so die Betreiber der App.

Ob die FCC mit dem Verbot von TikTok wirklich durchkommt, bleibt abzuwarten. Mit dem Statement wurde zumindest das nächste Kapitel in diesem Buch begonnen.

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