Zum Inhalt springen
logo Das Magazin für digitalen Lifestyle und Entertainment
News Reise Sicherheit Alle Themen
Neue Betrugsmasche

Smartphone geklaut? Telekom warnt vor diesem Trick

Ein gestohlenes Smartphone bedeutet längst nicht nur den Verlust eines teuren Geräts. Die Deutsche Telekom warnt vor einer Betrugsmasche, mit der Kriminelle nach dem Diebstahl auch noch an Passwörter und Kontozugänge gelangen wollen.
Nach dem Smartphone-Klau versuchen die Diebe, noch an die Zugangsdaten zu gelangen Foto: Deutsche Telekom
Artikel teilen
Rainer Schuldt

17. Juli 2026, 12:32 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein gestohlenes Smartphone bedeutet längst nicht nur den Verlust eines teuren Geräts. Die Deutsche Telekom warnt vor einer Betrugsmasche, mit der Kriminelle nach dem Diebstahl auch noch an Passwörter und Kontozugänge gelangen wollen.

Diebe haben es auf mehr als das Smartphone abgesehen

Gerade in der Urlaubszeit steigt die Zahl der Smartphone-Diebstähle. Ob am Strand, im Café oder in belebten Innenstädten – die Geräte sind für Kriminelle eine begehrte Beute. Doch laut einer aktuellen Warnung der Deutschen Telekom endet der Angriff häufig nicht mit dem eigentlichen Diebstahl.

Statt das Smartphone einfach weiterzuverkaufen, versuchen Täter zunehmend, ihre Opfer anschließend zu kontaktieren. Sie geben sich als ehrliche Finder aus und behaupten, das Gerät zurückgeben zu wollen. In Wahrheit verfolgen sie ein anderes Ziel: Sie möchten an Zugangsdaten gelangen, um die Sperre des Smartphones aufzuheben und dessen Wiederverkaufswert zu erhöhen.

Mehr zum Thema

Warum vor allem iPhones im Fokus stehen

Besonders attraktiv sind offenbar iPhones. Solange die Aktivierungssperre mit der Apple-ID aktiv ist, lassen sich die Geräte nur eingeschränkt nutzen oder verkaufen. Ähnliches gilt für Android-Smartphones mit aktivem Google-Konto. Gelingt es Kriminellen jedoch, diese Konten zu entfernen, steigt der Wert der gestohlenen Geräte deutlich.

Dafür setzen die Täter auf Social Engineering. Betroffene erhalten SMS, Messenger-Nachrichten oder Anrufe, in denen sie zur Eingabe von Passwörtern, Sicherheitscodes oder anderen Anmeldedaten aufgefordert werden. Die Geschichte klingt plausibel: Das Smartphone sei gefunden worden und könne nach einer kurzen Identitätsprüfung zurückgegeben werden. Tatsächlich landen die sensiblen Daten jedoch direkt bei den Betrügern.

Auch interessant: Daran erkennt man Phishing-Mails

So schützt man sich nach einem Diebstahl

Die Telekom empfiehlt, niemals Passwörter, PINs, Einmalcodes oder Zugangsdaten an unbekannte Personen weiterzugeben – unabhängig davon, wie glaubwürdig deren Geschichte wirkt. Seriöse Finder benötigen diese Informationen nicht, um ein verlorenes Smartphone zurückzugeben.

Wurde das Gerät gestohlen oder hat man es verloren, sollten Betroffene es umgehend über die offiziellen Funktionen von Apple oder Google als verloren markieren und – sofern möglich – aus der Ferne sperren. Anschließend empfiehlt es sich, wichtige Passwörter zu ändern und sicherheitsrelevante Konten zu überprüfen. Wer schnell reagiert und misstrauisch bleibt, kann verhindern, dass aus einem Smartphone-Diebstahl auch noch ein Identitätsdiebstahl wird.

Sie haben erfolgreich Ihre Einwilligung in die Nutzung unseres Angebots mit Tracking und Cookies widerrufen. Damit entfallen alle Einwilligungen, die Sie zuvor über den (Cookie-) Einwilligungsbanner bzw. über den Privacy-Manager erteilt haben. Sie können sich jetzt erneut zwischen dem Pur-Abo und der Nutzung mit Tracking und Cookies entscheiden.

Bitte beachten Sie, dass dieser Widerruf aus technischen Gründen keine Wirksamkeit für sonstige Einwilligungen (z.B. in den Empfang von Newslettern) entfalten kann. Bitte wenden Sie sich diesbezüglich an datenschutz@axelspringer.de.