10. September 2025, 17:05 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten
Zusammen mit dem iPhone Air hat Apple am Dienstagabend eine neue MagSafe-Batterie vorgestellt. Das Zubehör lädt das iPhone kabellos über MagSafe auf der Rückseite auf. Viele Nutzer haben nur darauf gewartet, dürften nun aber enttäuscht werden, denn das Akkupack ist nur mit einem einzigen iPhone-Modell kompatibel.
2020 hatte Apple die erste Version der MagSafe-Batterie vorgestellt. Sie wurde zwar 2023 wieder vom Markt genommen, ist aber bis heute mit allen MagSafe-fähigen iPhones kompatibel. Nutzer mussten zwei Jahre auf den Nachfolger warten, der am 15. September endlich in den Verkauf geht. Doch selbst wenn sie den Akku direkt zum Start kaufen, können sie ihn nicht gleich verwenden. Denn das einzig kompatible Modell erscheint erst vier Tage später.
Nur für iPhone Air entwickelt
Die im Apple Store gelistete MagSafe-Batterie zum Preis von 115 Euro ist laut Produktinformationen „exklusiv für das iPhone Air gemacht“. Auch die Kompatibilitätsliste nennt lediglich das neue, schlanke iPhone Air.
Die Produktbilder zeigen, warum das so ist. Der Akku ist deutlich länger als das frühere Modell und nimmt beim iPhone Air die komplette Rückseite unter der Kameraleiste ein. Bei iPhone 17 und 17 Pro ragen die Kameras weiter nach unten, es ist also schlichtweg kein Platz für die MagSafe-Batterie. Damit stößt Apple zwar vielen Nutzern vor den Kopf, korrigiert aber einen Fehler, den es mit dem Vorgänger gemacht hat. Dieser war mit allen damaligen iPhone-Modellen kompatibel – inklusive iPhone 12 mini. Das hatte zur Folge, dass die Kapazität für größere Modelle wie das Pro Max unterdimensioniert war. Mit dem Fokus alleinig auf dem Air umgeht Apple dieses Problem.
Durch den Akku verlängert sich die Laufzeit bei der Videowiedergabe laut Apple auf bis zu 40 Stunden. Während der Nutzung wird das iPhone Air mit bis zu 12 Watt geladen. Wer in Eile ist, kann das Air mit einem 20-Watt-Ladegerät und der MagSafe-Batterie gleichzeitig noch schneller laden.
Drittanbieter als Alternative
Wer unbedingt das Original von Apple benutzen möchte, kann die neue MagSafe-Batterie auch mit anderen iPhone-Modellen verwenden – muss sie dafür allerdings schräg auf der Rückseite anbringen. Wie beim alten Modell ist es nicht erforderlich, den Akku aufrecht zu platzieren. Er lädt das iPhone auch, wenn er 90 Grad gedreht montiert ist.
Inzwischen gibt es aber auch eine Vielzahl an kompatiblen Akkupacks von Drittanbietern, die MagSafe und den Qi2-Standard unterstützen. Dadurch erlauben sie schnelles kabelloses Laden mit bis zu 25 Watt und sind damit sogar performanter als das Original.
Da wäre mehr drin gewesen
„Als Besitzer der ersten MagSafe-Batterie fühle ich mich etwas vor den Kopf gestoßen. Damals war der kabellose Akku eine Neuheit und hat mein iPhone 13 mini mehrmals vor dem Abschalten bewahrt.
Wäre die neue MagSafe-Batterie mit meinem iPhone 15 Pro Max und anderen Modellen kompatibel, hätte ich sie wahrscheinlich direkt zum Launch gekauft. Ich verstehe den Beweggrund, sich auf das iPhone Air zu konzentrieren, das die zusätzliche Akku-Power am ehesten benötigt. Trotzdem hätte ich mich über eine breitere Kompatibilität gefreut.
So bleibe ich vorerst bei einem Qi2-Modell von einem Drittanbieter, das mein iPhone nicht nur schneller lädt (15 Watt statt 12 Watt), sondern dabei auch noch aktiv kühlt. Dafür habe ich auch nur die Hälfte davon gezahlt, was das neue Apple-Original kostet. Vielleicht kommt 2030 dann endlich das perfekte Modell aus Cupertino selbst – denkt darüber nach, Apple.“

