1. Dezember 2025, 13:43 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Eine iPhone-Hülle, die mehr kann als nur vor Kratzern schützen: Genau das verspricht Smartink I, ein neues Kickstarter-Projekt aus Hongkong. Die Hülle bringt ein eigenes E-Paper-Display auf die Rückseite des iPhones und soll Informationen anzeigen, ohne dass das Hauptdisplay eingeschaltet werden muss.
Die Idee dahinter: Strom sparen und bestimmte Inhalte schneller griffbereit haben. Das kleine Touchdisplay kann E-Books anzeigen, Einkaufslisten oder Aufgaben wiedergeben und Tickets oder QR-Codes anzeigen. Die Verbindung läuft über WLAN oder Bluetooth, gesteuert wird alles über eine kostenlose App. Ein integrierter 300-mAh-Akku soll laut Hersteller bis zu zehn Stunden durchgehende Lesedauer ermöglichen.
Wie Smartink I aufgebaut ist
Laut einer Meldung von „Golem“ funktioniert Smartink I ab dem iPhone 14 und nutzt ein E-Paper-Display – eine Bildschirmtechnik, die nur beim Umblättern Strom verbraucht und bei starkem Licht deutlich besser ablesbar ist als klassische Smartphone-Displays. Deshalb eignet sie sich besonders für lange Lesesessions, wie man es von E-Readern wie dem Kindle kennt.
Die Hülle kann also durchaus helfen, den iPhone-Akku zu schonen – zumindest bei statischen Inhalten. Allerdings misst das E-Paper-Display nur 3,97 Zoll, da es eine große Kameraaussparung gibt, und ist damit deutlich kleiner als ein regulärer Smartphone-Bildschirm.
Über die App lassen sich Inhalte wie E-Books oder Notizen auf das E-Paper übertragen. Zusätzlich kann die Hülle als Diktiergerät dienen, und die App bietet KI-Funktionen wie Übersetzungen oder Bildgenerierung. Die Gratisversion ist jedoch limitiert: Sie bietet 50 Übersetzungsminuten und bis zu zehn KI-Bilder pro Monat. Mehr Funktionen gibt es über ein Abo ab etwa 1,10 Euro.
Spannend, aber eher ein Nischenprodukt
Neu ist die Idee nicht. Auf Amazon gibt es bereits Hüllen, die ein ähnliches Konzept nutzen, um Bilder oder Muster anzuzeigen. Smartink I geht zwar einen Schritt weiter als eine reine Designfunktion, weil das Display interaktiv ist und mehr Funktionen bietet, doch die Grundidee ist ähnlich.
Ein Hauptproblem bleibt die Größe des Displays: Auf knapp vier Zoll ein ganzes E-Book lesen zu wollen, dürfte schnell unbequem werden. Auch QR-Codes oder kurze Notizen lassen sich einfach über Widgets mit dem Smartphone bedienen.
Hinzu kommt der Preis: Rund 100 Euro plus Versand und eventuelle Zollgebühren sind nicht wenig für ein Zubehörteil, das in erster Linie Komfortfunktionen ergänzt. Die ersten Auslieferungen sollen auch erst im Februar 2026 starten und ob es auch eine Version für Samsung oder andere Android-Modelle geben wird, ist nicht bekannt.
Smartink I ist damit ein interessantes Gadget für Fans von E-Paper-Technik – für den Alltag dürfte das kleine Zweitdisplay aber nur in wenigen Szenarien echten Mehrwert bieten.