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Abgeschaut bei Google

iOS bekommt neue Fotobearbeitung – die es bei Android schon lange gibt

Kann das iPhone bei der Fotobearbeitung endlich mit Android-Smartphones gleichziehen?
Kann das iPhone bei der Fotobearbeitung endlich mit Android-Smartphones gleichziehen? Foto: Getty Images
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Adrian Mühlroth
Redakteur

29. April 2026, 14:49 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Apple Intelligence sollte durch KI-gestützte Funktionen das iPhone-Erlebnis erheblich verbessern. Bislang hält sich der Mehrwert von Visuelle Intelligenz, Schreibtools und Image Playground in Grenzen. Mit dem „Clean Up“-Tool zum Aufhübschen von Bildern in der Fotos-App hingegen ist es Apple gelungen, Googles hervorragenden Magic Eraser nachzuahmen. Doch auch hier ist der Funktionsumfang stark eingeschränkt – das soll sich jetzt ändern.

Neue Bearbeitungsfunktionen in der Fotos-App

Wie „Bloomberg“ berichtet, arbeitet Apple konkret an drei neuen Möglichkeiten, wie Nutzer auf iPhone, Mac und iPad Bilder bearbeiten können. Wie das Bereinigen-Tool sollen diese im klassischen Bearbeitungsmodus in der Fotos-App erscheinen. Die neuen Funktionen im Überblick:

  • Erweitern: Mit „Extend“ lässt sich der Bildausschnitt nachträglich vergrößern. Das System ergänzt dabei fehlende Bildbereiche automatisch, etwa wenn ein Foto neu zugeschnitten wird. Die Erweiterung erfolgt durch generierte Inhalte, die zum bestehenden Motiv passen sollen.
  • Verbessern: „Enhance“ übernimmt automatische Anpassungen von Farben, Helligkeit und weiteren Bildeinstellungen. Die Funktion ähnelt bestehenden Automatik-Optimierungen, greift jedoch auf verbesserte Analyseverfahren zurück.
  • Perspektive ändern: Die Funktion „Reframe“ richtet sich insbesondere an sogenannte räumliche Fotos. Dabei lässt sich die Perspektive eines Bildes nach der Aufnahme verändern. Das ermöglicht eine nachträgliche Anpassung des Bildaufbaus.

Derzeit ist Apple Intelligence in der Fotos-App auf Apple-Geräten noch auf die Bereinigen-Funktion beschränkt. Diese kann ungewünschte Objekte aus Bildern entfernen und die dabei entstehenden Lücken füllen. In der Praxis funktioniert das jedoch nur unter wirklich optimalen Bedingungen, etwa bei kleineren Objekten vor uniformen Hintergründen. Das Tool ist bereits seit 2024 verfügbar, hat aber seitdem kein nennenswertes Update erhalten.

Entwicklung noch nicht abgeschlossen

Dem Bericht zufolge sind die neuen Foto-Funktionen für Apple-Geräte noch mitten in der Entwicklung. Vor allem „Extend“ und „Reframe“, die ein tiefes Verständnis der Bildgeometrie und -inhalte voraussetzen, könnten erst später oder mit reduziertem Umfang erscheinen.

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Die neuen Funktionen sollen Teil von iOS 27, iPadOS 27 und macOS 27 sein und dürften Teil der Vorstellung im Rahmen der Keynote zur Entwicklerkonferenz WWDC 2026 sein. Das Event findet am 8. Juni statt.

Adrian Mühlroth
Redakteur

Es kann nur besser werden

„Als iPhone-Nutzer hatte ich monatelang darauf gewartet, dass Apple Intelligence mit dem ‚Clean Up‘-Tool endlich nach Europa kommt. Bei einem Urlaub in der Türkei hatte ich kurzzeitig sogar Zugriff darauf, was meine Vorfreude nur weiter befeuerte. Als Apple die Bildbearbeitungsfunktion dann endlich auch hierzulande einführte, stellte sich allerdings schnell Ernüchterung ein: Das soll es damit gewesen sein?

Ich kannte den Magic Eraser von Google und hatte somit eine Vergleichsbasis – und was soll ich sagen: Der Magic Eraser wischt mit Apples Clean Up den Boden auf. Googles Rivale erkennt nicht nur Objekte besser und entfernt sie vollständig. Auch das Lückenfüllen klappt um Welten zuverlässiger. Denn Googles Tool erkennt den Kontext und versucht, einzelne Elemente zu erhalten. Bestes Beispiel: Wenn man etwa ein Smartphone aus einer Hand mit Magic Eraser entfernt, bleibt die Hand als solche erhalten. Clean Up hingegen zieht Farben und Texturen in die entstehende Lücke und verzerrt somit das Bild.

Da Apple nun in Kooperation mit Google Gemini-basierte Foundation Models baut, können die Bildbearbeitungswerkzeuge nur besser werden. Um Apple Intelligence zu einem Mehrwert für Nutzer zu machen, wird es aber auch wirklich Zeit.“

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