9. Januar 2026, 16:18 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Seit 2023 experimentiert Apple mit Methoden, Sicherheitspatches schnell, einfach und unabhängig von größeren Systemupdates für seine Geräte auszuliefern. Mit iOS 26.1 hat der Konzern sogenannte „Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen“ eingeführt. Nach einem Testlauf Anfang der Woche steht nun schon eine zweite Sicherheitsverbesserung für Teilnehmer des Beta-Programms für iOS, iPadOS und macOS bereit. TECHBOOK hat die Patches installiert und erklärt, was es damit auf sich hat.
Sicherheitsupdates im Hintergrund
Bereits Anfang der Woche habe ich auf meinem für die iOS-Beta registrierten iPhone eine Sicherheitsverbesserung in Form von iOS 26.3 (a) erhalten. Von der Nacht von Donnerstag auf Freitag kam jetzt eine zweite Verbesserung – iOS 26.3 (b) – mit kurzem Abstand nach.
Wie von Apple vorgesehen, machen sich die kleinen Patches kaum bemerkbar. Anders als bei größeren Systemupdates sind kein langer Installationsprozess und oft kein Neustart erforderlich. Dadurch kommen Schutzmaßnahmen für neue Schwachstellen schneller an. Dass eine Sicherheitsverbesserung installiert wurde, erkennen Nutzer nur an einer kurzen Benachrichtigung oder daran, dass ihr Gerät neu startet.
Die Installation erfolgt auf dem iPhone in den Einstellungen unter „Datenschutz und Sicherheit“ > „Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen“. Dort lassen sich verfügbare Updates auch manuell installieren. Auch lässt sich hier auswählen, ob die automatische Installation gewünscht ist. Dadurch spielt das System Sicherheitsverbesserungen im Hintergrund auf, sobald sie verfügbar sind.
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Was steckt in den Test-Updates?
Apple hat bislang selten von schnellen Sicherheitsupdates Gebrauch gemacht. Kurz nach der Einführung der damals noch „Schnelle Sicherheitsmaßnahmen“ genannten Funktion erscheinen in besonderen Fällen entsprechende Updates. Aktuell handelt es sich jedoch ausschließlich um Testläufe, um die mit iOS 26.1 in „Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen“ auf die Probe zu stellen.
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In der Beschreibung zu iOS 26.3 (a) und (b) schreibt Apple daher: „Diese im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserung dient nur zu Testzwecken und enthält keine Sicherheitsfixes.“ Da die Updates nur an Beta-Tester gerichtet sind, müssen sich Nutzer der öffentlichen iOS-Version jedoch keine Gedanken darüber machen. Sollte Apple tatsächlich eine Sicherheitsverbesserung für alle Nutzer ausspielen, dürfte diese aktuell iOS 26.2 (a) heißen.
Apple gibt Nutzern freie Wahl
Anders als bei größeren Systemupdates, die sich nach der Installation nicht ohne Weiteres entfernen lassen, haben Nutzer bei Sicherheitsverbesserungen die Möglichkeit, diese „[i]n seltenen Fällen von Kompatibilitätsproblemen“ wieder zu löschen. In der Übersicht in den Einstellungen ist über das „i“-Symbol neben der jeweiligen Verbesserung die Option „Entfernen & neu starten“ erreichbar.

In der Vergangenheit ist es mit dem Vorgänger „Schnelle Sicherheitsmaßnahmen“ zu einem Problem bei der Darstellung von Websites gekommen. Die Möglichkeit, die kleinen Updates einfach wieder zu deinstallieren, kommt daher sehr gelegen. Nutzer können nach dem Entfernen entweder auf eine neue Sicherheitsverbesserung oder auf das nächste größere Systemupdate warten. Jede neue iOS-Version enthält standardmäßig alle vorherigen Sicherheitspatches – auch solche, die per Verbesserung auf das iPhone kommen.