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Apple ermöglicht endlich sichere Chats zwischen iOS und Android

Zwar unterstützt das iPhone seit ein paar Jahren RCS, bislang aber noch ohne verschlüsselte Chats
Zwar unterstützt das iPhone seit ein paar Jahren RCS, bislang aber noch ohne verschlüsselte Chats Foto: picture alliance / Anadolu | Osmancan Gurdogan
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Adrian Mühlroth
Redakteur

14. Januar 2026, 15:56 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Nach langer Zeit des Haderns hat Apple 2023 endlich RCS (Rich Communication Services) mit iOS 18 auf das iPhone gebracht. Damit können Nutzer zwischen iOS und Android über die Plattformgrenze hinweg mittlerweile wie in einem Messenger kommunizieren. Heißt: Lesebestätigungen, hochauflösende Bilder/Videos und Emoji-Reaktionen. Doch ein prominentes RCS-Feature fehlt bislang.

iOS 26.3 ebnet den Weg für sichere RCS-Chats

Jüngst hat Apple die zweite Beta-Version von iOS 26.3 für Entwickler veröffentlicht. Darin ist eine neue Einstellung in den Optionen für Mobilfunkanbieter (Carrier Bundles) zu finden, die diese an- und ausschalten können. In einem Post auf X (ehemals Twitter) zeigt Nutzer Tiino-X83, dass in der iOS-Beta die Möglichkeit erscheint, für RCS-Chats Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) zu aktivieren.

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Die bloße Erwähnung ist zwar noch keine Bestätigung, dass das Feature auch tatsächlich mit iOS 26.3 kommt. Aber zumindest trifft Apple die technische Grundlage für eine Umsetzung. Damit rückt eine Funktion näher, die den Austausch zwischen iPhones und Android-Geräten sicherer macht. Die Umsetzung hängt jedoch nicht allein von Apple ab, sondern auch von Netzbetreibern und regulatorischen Vorgaben.

Laut „MacRumors“ könnte die Einstellung auch dazu dienen, anzuzeigen, wann Chats verschlüsselt sind. Das sieht der Standard der GSM Association vor, da in einzelnen Ländern gesetzliche Vorgaben eine vollständige Verschlüsselung untersagen können. In solchen Fällen müssen Nutzer darüber informiert werden, ob ihre Nachrichten verschlüsselt sind.

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Neues RCS-Profil könnte weitere Chat-Features zu iOS bringen

Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS wurde im März 2025 mit Version 3.0 des RCS Universal Profile angekündigt. Diese Version bildet die Grundlage für mehrere Funktionen, die es bislang nur bei der Kommunikation mit iMessage von iPhone zu iPhone gab.

Dazu zählt die Verschlüsselung von Nachrichten und Anhängen während der Übertragung, sodass weder Apple noch andere Dritte Zugriff auf Inhalte haben. Darüber hinaus bringt Version 3.0 von RCS aber auch Direktantworten in Gruppenchats, das Bearbeiten und Zurückziehen von Nachrichten sowie eine vollständige Unterstützung von Tapback-Reaktionen.

Auch interessant: iOS 26.3 vereinfacht Umstieg von iPhone zu Android-Smartphone

Kein Zeitplan für die Umsetzung

Apple unterstützt RCS seit iOS 18, allerdings noch auf Basis des Universal Profile 2.4. RCS selbst ist eine Weiterentwicklung des SMS-Standards. Dieser kommt weiterhin für Textnachrichten zum Einsatz, wenn kein Zugriff auf mobile Daten besteht.

Apple hatte bereits angekündigt, E2E-verschlüsselte RCS-Nachrichten in einer zukünftigen Version von iOS zu unterstützen. Seitdem äußerte sich das Unternehmen jedoch nicht mehr konkret zu einem Zeitplan.

Die nun entdeckten Verweise in iOS 26.3 könnten den Startpunkt für eine spätere Einführung markieren. Ob und wann die Funktion tatsächlich verfügbar wird, hängt maßgeblich von den Mobilfunkanbietern ab, die sie in ihren Netzen freischalten müssen.

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