17. August 2026, 14:41 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Apple warnt erneut Nutzer vor Cyberangriffen. Die Hinweise erscheinen unter anderem direkt auf dem Sperrbildschirm der betroffenen Geräte. Wer sie erhält, sollte sie unbedingt ernst nehmen. Hintergrund sind Angriffe mit sogenannter Söldner-Spyware. Dabei handelt es sich laut Apple um gezielte Attacken auf einzelne Personen und nicht um gewöhnliche Schadsoftware oder klassische Phishing-Nachrichten.
Wer solche Warnungen erhält
Nach Angaben von Apple richtet sich diese Form der Angriffe nur gegen eine geringe Zahl von Menschen. Da diese Art von Trojanern „Millionen von Dollar“ kostet, werden typischerweise nur ausgewählte Einzelpersonen zur Zielscheibe – beispielsweise Journalisten, Politiker, Aktivisten und Diplomaten. Ein Angriff auf Personen außerhalb dieser Gruppen lässt sich allerdings nicht ausschließen.
Apple verschickt derartige Hinweise bereits seit 2021 mehrfach pro Jahr. Nach Unternehmensangaben wurden Nutzer in inzwischen mehr als 150 Ländern darüber informiert, dass sie möglicherweise Ziel eines solchen Angriffs geworden sind.
So informiert Apple Betroffene
Die Warnungen erscheinen nicht als gewöhnliche Pop-up-Fenster im Browser. Stattdessen zeigt Apple die Hinweise direkt auf den betroffenen Geräten an. Nutzer sehen sie unter anderem auf dem Sperrbildschirm und in den Einstellungen. Zusätzlich können Warnungen per E-Mail versendet und auf der Apple-Account-Seite angezeigt werden. In den sozialen Netzwerken berichteten mehrere Nutzer über derartige Mitteilungen.
Apple betont, dass die Benachrichtigungen keine absolute Gewissheit über die Ursache eines Vorfalls liefern – trotzdem sollte man sie nicht ignorieren. Nach Einschätzung des Unternehmens handelt es sich um verlässliche Hinweise auf einen möglichen gezielten Angriff.
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Vorsicht vor gefälschten Sicherheitswarnungen
Wer eine solche Meldung erhält, sollte zunächst prüfen, ob sie tatsächlich von Apple stammt. Betrüger versuchen immer wieder, mit gefälschten Sicherheitswarnungen an persönliche Daten zu gelangen.
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Ein wichtiges Merkmal echter Apple-Warnungen: Sie fordern Nutzer niemals dazu auf, Links oder Dateien zu öffnen oder Apps beziehungsweise Konfigurationsprofile zu installieren. Ebenso verlangt Apple weder per E-Mail noch telefonisch Passwörter, Bestätigungscodes oder andere Zugangsdaten.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Apple empfiehlt Betroffenen, nach Eingang einer Warnung schnell zu reagieren. Die Bedrohungsbenachrichtigung enthält zusätzliche Informationen und Empfehlungen zum Schutz der Geräte.
Außerdem rät das Unternehmen dazu, sich direkt an Experten zu wenden. Als Ansprechpartner nennt Apple unter anderem die Notfallhilfe der Digital Security Helpline der gemeinnützigen Organisation Access Now.
Gleichzeitig weist Apple darauf hin, dass sich die Ursache einer solchen Warnung nicht genauer bestimmen lässt, insbesondere nicht durch externe Dienstleister. Nutzer sollten daher besonders aufmerksam mit ihren Geräten und Konten umgehen. Dazu gehört auch, iPhone, iPad oder Mac auf dem aktuellen Softwarestand zu halten.
Zusätzlich empfiehlt Apple, den Apple-Account mit der Zwei-Faktor-Authentifizierung zu schützen und starke, einzigartige Passwörter zu verwenden. Apps sollten ausschließlich aus dem App Store installiert werden. Bei Links und Anhängen unbekannter Absender sei besondere Vorsicht geboten.