4. September 2026, 15:39 Uhr |
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Selbst verschlüsselte Websites hinterlassen bislang verräterische Spuren. Mit Android 17 will Google diese Lücke schließen und zugleich Apps, Betrügern und unsicheren Mobilfunknetzen Grenzen setzen.
Beim Aufruf einer verschlüsselten Website können Internetanbieter oder andere Beobachter bislang häufig erkennen, welche Seite angesteuert wird. Android 17 soll diese Information mit „Encrypted Client Hello“, kurz ECH, besser schützen. Dabei wird bereits beim Aufbau der Verbindung verschlüsselt, mit welcher Website das Smartphone Kontakt aufnehmen will.
Zusammen mit dem privaten DNS, also einer verschlüsselten Namensauflösung im Internet, soll ECH die Surfaktivitäten stärker abschirmen. Vollständig automatisch funktioniert der Schutz allerdings nicht in jedem Fall. Auch die aufgerufene Website muss die Technik unterstützen, damit ihr Name beim Verbindungsaufbau verborgen bleibt.
Apps brauchen Zugriff auf das Heimnetz
Google verschärft außerdem die Regeln für Apps im heimischen WLAN. Einige Anwendungen können bisher erkennen, welche Fernseher, Kameras, Spielekonsolen oder anderen Geräte mit dem Netzwerk verbunden sind. Daraus lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf die Ausstattung eines Haushalts ziehen.
Unter Android 17 müssen Apps künftig um Erlaubnis fragen, bevor sie andere Geräte im Heimnetz suchen oder ansprechen. Funktionen wie das Übertragen eines Videos vom Smartphone auf einen Fernseher sollen weiterhin möglich bleiben. Die jeweilige App muss dafür aber nicht mehr automatisch das gesamte lokale Netzwerk durchsuchen können.
Mehr Schutz vor Betrug und unsicheren Netzen
Android 17 soll zudem manipulierte Websites leichter erkennen. Das System verlangt dafür, dass die Sicherheitszertifikate von Websites in einem öffentlichen Register eingetragen sind. Gefälschte oder manipulierte Zertifikate, mit denen Kriminelle eine Website seriös erscheinen lassen wollen, sollen dadurch schneller auffallen, wie Google im „Sicherheitsblog“ erklärt.
Auch alte 2G-Mobilfunknetze nimmt Google ins Visier. Angreifer können Smartphones gezielt von LTE oder 5G auf den älteren Standard zurückdrängen und anschließend Phishing-SMS an modernen Schutzfiltern vorbeischleusen. Android 17 ermöglicht Mobilfunkanbietern deshalb, 2G für ihre Kunden standardmäßig abzuschalten, ohne dass Nutzer selbst eine Einstellung ändern müssen.
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