8. September 2026, 15:57 Uhr |
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Leere Smartphone-Akkus oder lange Ladezeiten bei E-Autos gehören für viele zum Alltag. Forscher aus Australien haben nun ein System vorgestellt, das Energie in einer Geschwindigkeit aufnimmt, die weit außerhalb dessen liegt, was heutige Akkus erreichen. In einem Laborversuch gelang es einem Quanten-Akku, Energie innerhalb von Femtosekunden zu speichern. Selbst ein Wimpernschlag dauert im Vergleich dazu unvorstellbar lange.
Entwickelt wurde der Prototyp von Forschern der australischen Forschungsorganisation CSIRO, der RMIT University und der University of Melbourne. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachmagazin „Light: Science & Applications“.
So funktioniert der Quanten-Akku
Im Unterschied zu herkömmlichen Akkus basiert das Versuchsmodell nicht auf chemischen Reaktionen. Stattdessen nutzt es physikalische Effekte aus der Quantenwelt. Mehrere Schichten bilden einen Hohlraum, in dem Licht und Materie miteinander wechselwirken. Die Energie gelangt dabei kabellos über einen Laser in das System.
Im Inneren entsteht ein Effekt, den Fachleute als Superabsorption bezeichnen. Dabei nehmen die Moleküle das Licht nicht einzeln, sondern gemeinsam auf. Nach Angaben der Forscher erhöht sich dadurch die Geschwindigkeit des Ladevorgangs mit zunehmender Größe des Systems. Bei klassischen Akkus verhält es sich normalerweise genau umgekehrt.
Dem Team zufolge gelang mit dem Prototyp erstmals ein vollständiger Kreislauf. Der Quanten-Akku konnte Energie aufnehmen, speichern und anschließend wieder als elektrischen Strom abgeben. Außerdem funktionierte der Versuch bei Raumtemperatur.
Damit zeigt das Experiment, dass die grundlegenden Prozesse eines solchen Energiespeichers praktisch umgesetzt werden können. Die Forscher sehen darin einen wichtigen Schritt bei der Entwicklung der Technologie.
Für den Alltag noch ungeeignet
Von einem Einsatz in Smartphones, Laptops oder Elektroautos ist die Technik allerdings noch weit entfernt. Zwar speicherte der Quanten-Akku die Energie rund eine Million Mal länger, als der eigentliche Ladevorgang dauerte. Die Speicherdauer lag dennoch nur im Bereich von Nanosekunden und damit bei milliardstel Sekunden.
Für eine praktische Nutzung müssen die Forscher nach eigenen Angaben vor allem zwei Probleme lösen. Zum einen muss die Energie deutlich länger gespeichert werden können. Zum anderen muss die aufnehmbare Energiemenge steigen.
CSIRO sucht deshalb nach eigenen Angaben Partner für die weitere Entwicklung. Ob die beobachteten Vorteile auch bei deutlich größeren Energiespeichern erhalten bleiben, ist derzeit noch unklar.
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