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Diese E-Auto-Batterie kann „sprechen“

Forscher aus Kiel haben ein neuartiges Kommunikationssystem für Batterien entwickelt. Die Technologie soll es Akkus ermöglichen, wichtige Zustandsdaten direkt aus ihrem Inneren zu übermitteln – und dabei Kosten sowie Platz sparen.
Dieses Modul soll E-Auto-Batterien in Zukunft noch sicherer machen Foto: Christina Anders, Uni Kiel
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Rainer Schuldt

24. Juli 2026, 13:23 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Forscher aus Kiel haben ein neuartiges Kommunikationssystem für Batterien entwickelt. Die Technologie soll es Akkus ermöglichen, wichtige Zustandsdaten direkt aus ihrem Inneren zu übermitteln – und dabei Kosten sowie Platz sparen.

Batterien sollen aus ihrem Inneren berichten

In Elektroautos, Heimspeichern und anderen Energiespeichern ist die Überwachung der Batteriezellen entscheidend für Sicherheit und Lebensdauer. Bislang messen Sensoren Temperaturen meist an der Außenseite der Zellen. Problematisch ist dabei, dass kritische Hitze häufig zuerst im Inneren entsteht und zunächst unentdeckt bleiben kann.

Ein Forschungsteam der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel hat nun einen anderen Ansatz vorgestellt, meldet der „Informationsdienst Wissenschaft“. Statt zusätzliche Leitungen zu verwenden, schicken Sensoren ihre Daten über bereits vorhandene Stromanschlüsse nach außen. Die Forscher sprechen deshalb von einer Art „sprechender Batterie“, die Informationen direkt aus dem Zellinneren liefern kann.

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Vorhandene Leitungen übernehmen eine zweite Aufgabe

Kern der Entwicklung ist ein kleiner elektronischer Schaltkreis. Dieser wandelt Messwerte in digitale Signale um und überträgt sie über die regulären Ladeleitungen der Batterie. Zusätzliche Datenkabel werden dadurch nicht benötigt. Das könnte nicht nur Platz innerhalb der Batterie sparen, sondern auch die Konstruktion vereinfachen.

Nach einer ersten Kostenabschätzung des Kieler Teams könnte das System rund 35 Prozent günstiger sein als herkömmliche Lösungen mit separaten Sensor- und Datenleitungen. Zudem beschränkt sich die Technologie nicht auf Temperaturmessungen. Auch Druck-, Gas- oder andere Sensoren könnten ihre Informationen über denselben Kommunikationsweg übertragen und so einen umfassenderen Blick auf den Zustand der Batterie ermöglichen.

Mehr Sicherheit für E-Autos und Heimspeicher

Die Forscher sehen ihre Entwicklung als ersten Schritt hin zu intelligenten Batterien, die ihren Zustand kontinuierlich überwachen und melden können. Dadurch könnten Probleme früher erkannt werden, bevor sie zu Schäden oder Sicherheitsrisiken führen. Gerade bei Elektroautos, aber auch bei stationären Energiespeichern, wäre das ein wichtiger Vorteil.

Langfristig soll die Technik weiter verkleinert werden. Denkbar ist nach Angaben des Teams sogar eine Integration direkt in künftige Batteriematerialien. Einsatzmöglichkeiten sehen die Wissenschaftler nicht nur in Elektroautos, sondern auch in Heimspeichern sowie in Anlagen zur Speicherung von Wind- und Solarenergie. Die Batterie der Zukunft könnte damit deutlich mehr sein als ein Energiespeicher – sie würde gleichzeitig als eigene Informationsquelle dienen.

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