30. September 2026, 16:27 Uhr |
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Künstliche Intelligenz spielt bei McDonald’s inzwischen auch bei der Preisgestaltung eine Rolle. Eine Software soll Restaurants dabei helfen, passende Preise für Burger und andere Produkte festzulegen. Dafür berücksichtigt sie Verkaufsdaten und die jeweilige Marktsituation. Wie viel ein Big Mac kostet, kann sich deshalb von Restaurant zu Restaurant deutlich unterscheiden.
Big Mac kostet 21 Prozent mehr
Wie die Nachrichtenagentur „Reuters“ berichtet, nutzt McDonald’s das System in den USA und weiteren Märkten. In den Vereinigten Staaten verarbeitet die Plattform täglich Millionen Verkaufsdaten aus fast 14.000 Restaurants. Zusätzlich zeigt sie an, welche Preise Konkurrenten in der Umgebung wie Burger King und Wendy’s verlangen.
Wie groß die Unterschiede zwischen einzelnen McDonald’s-Restaurants sein können, zeigt ein Beispiel aus Fresno im US-Bundesstaat Kalifornien. In einem konzerneigenen Restaurant kostete ein Big Mac 5,69 US-Dollar, während eine andere Filiale 6,89 US-Dollar verlangte.
Dabei liegen die beiden Restaurants gerade einmal rund drei Kilometer voneinander entfernt. Trotzdem kostet der Big Mac in einem davon 21 Prozent mehr. Ob die KI für diese Differenz verantwortlich ist, konnte Reuters allerdings nicht bestätigen. Das System empfahl zuletzt auch niedrigere Preise.
Die Entscheidung über den endgültigen Preis von Produkten liegt weiterhin bei den Restaurantbetreibern. Doch mehrere von ihnen berichten von Druck durch McDonald’s. Fünf Betreiber erklärten gegenüber Reuters, dass der Konzern den Einsatz der KI-Werkzeuge einfordere. Demnach hält McDonald’s fest, wenn verlangte Preise von den Empfehlungen des Systems abweichen.
Auch ehemalige Betreiber berichten von Einflussversuchen. Sie schildern Anrufe aus der Konzernzentrale, nachdem sie Preise gewählt hatten, die nicht den vorgeschlagenen Beträgen entsprachen.
McDonald’s widerspricht dieser Darstellung. Nach Angaben des Unternehmens können die Betreiber nach wie vor selbst entscheiden, welche Preise sie verlangen. Zudem könnten sich Kosten und Marktbedingungen selbst bei Restaurants unterscheiden, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen.
McDonald’s weist auf rechtliche Risiken hin
Ganz unkompliziert ist die gemeinsame Preisplattform offenbar nicht. McDonald’s selbst macht in seinem Preisportal auf mögliche rechtliche Risiken aufmerksam. Denn Franchisenehmer führen ihre Restaurants als eigenständige Unternehmer. Obwohl sie unter derselben Marke arbeiten, können sie damit um dieselben Kunden konkurrieren.
Entsprechend müssen die Betreiber das Kartellrecht beachten. Dazu gehören etwa Vorschriften, die unerlaubte Preisabsprachen verhindern sollen. McDonald’s betont allerdings, dass dieser Hinweis allein kein Beleg dafür sei, dass wettbewerbswidriges Verhalten stattfindet.
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