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Rätselhaftes Phänomen

Laptops können schmerzende Spuren auf der Haut hinterlassen

Ein junger Mann mit roten Haaren sitzt in einem modernen Warteraum auf einem Sessel. Auf seinem Schoß liegt ein Laptop, auf dessen Tastatur er gerade tippt. Er trägt Kopfhörer und ist ganz auf den Bildschirm konzentriert.
Diese Laptop-Gewohnheit kann Folgen haben Foto: Getty Images
Giselle Pomplun

15. September 2026, 13:08 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Ein Junge aus Großbritannien entwickelte rätselhafte Hautveränderungen am Bauch. Die Ursache des Ganzen fanden Ärzte erst nach mehreren Untersuchungen heraus und sie dürfte vielen Laptop-Nutzern eine Warnung sein.

Mysteriöse Flecken durch schädliche Laptops möglich

Mit bläulich verfärbten, netzartigen Flecken am Bauch wurde der Junge in einem britischen Krankenhaus untersucht. Die Ärzte waren zunächst ratlos. Die Veränderungen erinnerten an Blutergüsse oder innere Verletzungen, doch weder Bluttests noch Ultraschalluntersuchungen lieferten Hinweise auf eine Ursache. Weil auch sonst keine Beschwerden vorlagen, wurde der Junge vorerst wieder nach Hause geschickt.

Netzartige Hautveränderungen am Bauch bei der ersten Untersuchung
Netzartige Hautveränderungen am Bauch bei der ersten Untersuchung
Netzartige Hautveränderungen am Bauch bei der zweiten Untersuchung
Netzartige Hautveränderungen am Bauch bei der zweiten Untersuchung

Zwei Wochen später tauchte er jedoch erneut in der Notaufnahme auf. Die Flecken waren dunkler geworden, die Haut schmerzte und begann, sich teilweise zu schälen. Die Auflösung des Rätsels war überraschend simpel: Der Junge nutzte seinen Laptop täglich über viele Stunden direkt auf dem nackten Bauch. Dass sich das Gerät dabei spürbar aufheizte, hielt er zunächst für unproblematisch.

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Warum Ärzte warnen

Für die Ärzte war damit die Ursache gefunden. Wie die Wissenschaftsplattform Scimex berichtet, diagnostizierten sie das sogenannte „Toasted-Skin-Syndrom“, in der Medizin als Erythema ab igne bekannt. Die Hautschädigung entsteht, wenn dieselbe Körperstelle über längere Zeit immer wieder Wärme ausgesetzt wird. Besonders kritisch sind Temperaturen zwischen 43 und 47 Grad Celsius.

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Die Hitze schädigt dabei oberflächennahe Blutgefäße und verursacht das typische netzartige Muster auf der Haut. Früher trat das Krankheitsbild vor allem bei Menschen auf, die regelmäßig Wärmflaschen oder Heizkissen verwendeten. Mittlerweile beobachten Mediziner solche Fälle jedoch auch im Zusammenhang mit elektronischen Geräten.

Einfache Lösung vorhanden

Für Betroffene gibt es allerdings eine gute Nachricht. In vielen Fällen reicht es bereits aus, die Wärmequelle zu entfernen. Auch beim Jungen verschwanden die Hautveränderungen vollständig, nachdem er den Laptop nicht mehr direkt auf seinem Körper nutzte. Eine aufwendige Behandlung war also nicht nötig.

Ärzte raten deshalb dazu, Notebooks möglichst auf einem Tisch oder zumindest auf einer isolierenden Unterlage zu verwenden. Dauerhafte Schäden sind zwar selten, bei jahrelanger Hitzeeinwirkung jedoch nicht ausgeschlossen. Der ungewöhnliche Fall zeigt damit, dass selbst alltägliche Technik unerwartete Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben kann.

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