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Googles neues Betriebssystem

Das wissen wir jetzt schon über den Android-Nachfolger Fuchsia

Das Betriebssystem Android könnte bald von Fuchsia ersetzt werden
Das Betriebssystem Android könnte bald durch Fuchsia ersetzt werdenFoto: Getty Images

Obwohl Android aus der Smartphone-Welt kaum wegzudenken ist, plant Google offenbar, sein beliebtes Betriebssystem in Rente zu schicken und durch die Software Fuchsia abzulösen. TECHBOOK hat für Sie alle Infos zusammengesammelt.

Schon in einigen Jahren soll das Betriebssystem Android der Vergangenheit angehören. Auf einstigen Android-Geräten soll dann die Software Fuchsia laufen. Innerhalb der kommenden fünf Jahre soll Fuchsia das weltweit führende Betriebssystem ersetzt haben, wie „Bloomberg“ berichtet. An dem Nachfolge-Betriebssystem arbeitet bereits seit zwei Jahren ein Entwickler-Team von Google.

Aktuell läuft dieses Projekt unter dem Namen Fuchsia. 100 Menschen sollen im Moment daran arbeiten. Es sei geschaffen wurden, um die Grenzen von Android zu überwinden und ist deshalb von Grund auf neu entstanden. „Es wurde entwickelt, um Sprachinteraktionen und häufige Sicherheitsupdates besser abzudecken und auf einer Reihe von Geräten, vom Laptop bis hin zu winzigen, mit dem Internet verbundenen Sensoren, einheitlich auszusehen“, schreibt „Bloomberg“.

Während Google-Chef Sundar Pichai das Unternehmen immer weiter in Bereichen wie künstlicher Intelligenz vorangetrieben hätte, hätten die wichtigsten Betriebssysteme von Google nicht mithalten können. Aktuell existieren etwa mehrere Betriebssysteme: Auf Smartphones läuft Android, auf Notebooks Chrome OS, auf Smartwatches Wear OS. Mit Fuchsia will das Unternehmen den Übergang schaffen, damit die künstliche Intelleigenz den Kunden auch überall erreichen kann.

Das ist über Fuchsia bekannt

Google startete 2016 mit der stillen Veröffentlichung des Codes. Das Unternehmen ließ externe App-Entwickler damit experimentieren, Google selbst probierte ebenfalls Anwendungen aus, zum Beispiel interaktive Bildschirmanzeigen und Sprachbefehle für YouTube. Fuchsia soll auf sämtlichen Geräten einen einheitlichen Look haben. Die Zeiten von klassischen Homescreens scheinen vorbei zu sein: In einer sehr frühen Test-Version konnte das Portal „9to5 Google“ bereits einen ersten Eindruck von Fuchsia bekommen und fand statt den üblichen App-Symbolen vor einem netten Hintergrund eine lange Liste mit Apps, die zuvor benutzt wurden. Einen ersten Video-Eindruck von Fuchsia gibt es hier:

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Die Architektur unterscheidet sich grundlegend vom Vorgänger. Android basiert auf Linux, Fuchsia hingegen auf einen Mikrokern namens Zircon. Ein Wechsel von Linux würde zunächst zu einer Inkompatibilität bei bestimmten älteren Geräten führen, manche könnten aber mit dem neuen Betriebssystem sogar schneller werden. Fuchsia könnte ein kompletter Neustart für Google sein und für eine bessere Kontrolle der eigenen Software sorgen.

Bereits in drei Jahren soll Fuchsia auf sprachgesteuerten Lautsprechern funktionieren, daran würden die Entwickler von Google gerade arbeiten. Auf größeren Geräten soll das neue Betriebssystem spätestens in fünf Jahren laufen. Auch wenn über Fuchsia schon einiges bekannt ist, handelt es sich dabei immer noch um ein Experiment von Google. Die Führungsebene hat das neue Betriebssystem noch nicht abgesegnet. Matias Duarte, Googles Vizepräsident für Design, arbeitet außerdem nur in Teilzeit an Fuchsia. Vielleicht ein Zeichen, dass es doch keine so große Rolle spielen wird?

Sind Sie ein wahrer Android-Kenner?

Und noch eine Sache spricht nicht unbedingt für einen allzu schnellen Fuchsia-Wechsel: Milliarden Geräte laufen aktuell noch mit Android oder Chrome OS. Auch wenn Fuchsia in fünf Jahren funktionieren sollte, wird Google die beiden anderen Betriebssysteme nicht von heute auf morgen aufgeben können. Letztlich verdient Google mit diesen Betriebssystemen viel Geld durch Online-Werbung. Der Übergang zu Fuchsia würde sich demnach vermutlich langsam vollziehen.

Wer jetzt genau wissen will, wie Fuchsia aussehen könnte, kann es bereits ausprobieren. Die frühe Demo-Version kann jeder herunterladen. Wie das funktioniert, hat unter anderem das Portal „Gadget Hacks“ aufgeschrieben.

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