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Smartphone statt Plastikkarte! So funktioniert die neue GesundheitsID

Die Gesundheitskarte soll ab 2026 bei Arztbesuchen nicht mehr Pflicht sein. Eine digitale Alternative macht es möglich
Die Gesundheitskarte soll ab 2026 bei Arztbesuchen nicht mehr Pflicht sein. Eine digitale Alternative macht es möglich Foto: Getty Images
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Bastian Ettlich

27. Oktober 2025, 7:55 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Seit Anfang 2024 bereiten Krankenkassen ihre Versicherten auf eine neue Phase der Digitalisierung im Gesundheitswesen vor. Mit der sogenannten GesundheitsID soll der Zugang zu medizinischen Leistungen künftig deutlich einfacher werden. Statt die Gesundheitskarte in der Arztpraxis vorzuzeigen, genügt bald ein Smartphone mit sicherem Log-in.

Anmeldung beim Arzt per Smartphone

Ab Januar 2026 können Versicherte ihre Gesundheitsdaten auch über die digitale GesundheitsID nutzen. Die Identifikation erfolgt über ein Smartphone mit NFC-Funktion und eine persönliche PIN. Nach der einmaligen Registrierung mit dem Personalausweis ist keine physische Karte mehr notwendig. Patienten können sich damit direkt über ihr Mobilgerät in Arztpraxen anmelden oder ihre digitale Patientenakte abrufen.

Das Verfahren soll die bisherigen Abläufe vereinfachen und zugleich sicher gestalten. Die gematik GmbH, zuständig für die Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen, entwickelt das System im Auftrag des Bundes. Ziel ist ein standardisierter digitaler Zugang, wie er etwa im Online-Banking längst etabliert ist.

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Gesundheitskarte bleibt weiterhin gültig

Die bisherige elektronische Gesundheitskarte wird 2026 nicht vollständig abgeschafft. Nutzer können selbst entscheiden, ob sie weiterhin die Karte verwenden oder den neuen digitalen Weg bevorzugen. Der Umstieg ist freiwillig und dient als zusätzliche Option für Versicherte.

Die seit 2014 eingeführte Gesundheitskarte bleibt also parallel nutzbar. Wer kein Smartphone besitzt oder die digitale Lösung nicht verwenden möchte, kann weiterhin die gewohnte Plastikkarte einsetzen. Damit soll sichergestellt werden, dass niemand von der medizinischen Versorgung ausgeschlossen wird.

Lesen Sie auch: Was man über die elektronische Patientenakte wissen sollte

Digitalisierung im Gesundheitswesen nimmt Fahrt auf

Mit der GesundheitsID setzt das Gesundheitswesen einen weiteren Schritt in Richtung digitale Verwaltung. Ähnliche Entwicklungen gibt es bereits in anderen Bereichen: EC-Karten können heute über das Smartphone genutzt werden, und auch der digitale Führerschein ist geplant.

Die GesundheitsID ist Teil dieser übergreifenden Modernisierung, die den Alltag vieler Menschen vereinfachen soll – ohne bestehende analoge Alternativen sofort zu ersetzen.

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