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Große Tachostand-Abfrage

Warum jetzt Tausende Autofahrer Post bekommen

Das Kraftfahrtbundesamt bittet 200.000 Fahrzeughalter um den Tachostand
Das Kraftfahrtbundesamt bittet 200.000 Fahrzeughalter um den Tachostand Foto: TECHBOOK
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Rainer Schuldt

6. Juli 2026, 12:06 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Das Kraftfahrt-Bundesamt verschickt bis 2027 Briefe an zufällig ausgewählte Fahrzeughalter. Die abgefragten Tachostände sollen helfen, Deutschlands Verkehr künftig genauer zu planen.

Das steckt hinter der Fahrleistungserhebung 2026

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat die Fahrleistungserhebung 2026 gestartet. Im Rahmen des Projekts werden bis September 2027 in mehreren Befragungswellen zufällig ausgewählte Fahrzeughalter angeschrieben und gebeten, den Tachostand ihrer Fahrzeuge zu zwei festgelegten Zeitpunkten mitzuteilen. Die Teilnahme ist freiwillig und sowohl online als auch per Post möglich.

Die Erhebung erfolgt im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr (BMV). Koordiniert wird das Gesamtprojekt von der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen (BASt). Dadurch möchte die Behörde gemeinsam mit dem KBA und weiteren Fachpartnern belastbare Daten zur tatsächlichen Nutzung der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge sammeln. Nach mehreren Jahren ohne vergleichbare Erhebung soll so ein aktuelles Bild der Fahrleistungen entstehen.

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Warum der Staat den Tachostand wissen will

Die abgefragten Tachostände sind Teil eines größeren Konzepts zur Analyse der Mobilität in Deutschland. Gemeinsam mit Straßenverkehrszählungen sollen sie zeigen, wie viele Kilometer Pkw, Motorräder, Transporter und andere Fahrzeuge tatsächlich zurücklegen. Denn diese Informationen gelten als wichtige Grundlage für die Planung und Finanzierung von Straßen, Brücken und weiteren Infrastrukturprojekten.

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Darüber hinaus sollen die Daten helfen, aktuelle verkehrspolitische Fragestellungen fundierter zu beantworten. Auch Umweltaspekte spielen dabei eine Rolle: Laut KBA-Präsident Richard Damm ermöglicht die Erhebung eine bessere Einschätzung des ökologischen Fußabdrucks des Fahrzeugbestands. Die Ergebnisse sollen langfristig dazu beitragen, Investitionen gezielter zu steuern und das Verkehrssystem an zukünftige Anforderungen anzupassen.

Datenschutz: Was mit den Angaben passiert

Wer ein Schreiben des KBA erhält, ist nicht zur Teilnahme verpflichtet. Die Behörde betont ausdrücklich, dass die Befragung freiwillig ist. Gleichzeitig verweist sie darauf, dass jede Rückmeldung die Aussagekraft der Ergebnisse verbessert und damit den Nutzen der Erhebung erhöht.

Nach Angaben des KBA werden die erhobenen Daten ausschließlich für die Fahrleistungserhebung verwendet und gemäß den Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verarbeitet. Personenbezogene Daten speichert die Behörde zweckgebunden und löscht sie spätestens drei Monate nach Abschluss der Befragung. Weitere Informationen zur Aktion stellt das KBA gemeinsam mit der Bundesanstalt für Straßen- und Verkehrswesen auf seinen Internetseiten bereit.

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