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Kuriose Vorfälle

Warum Diebe es jetzt auf VW-Logos abgesehen haben

VW-Logo in einem Volkswagen Atlas
Organisierte Diebesbanden haben es auf VW-Logos abgesehen Foto: Josh Lefkowitz
Mats Pache
Mats Pache

13. August 2026, 17:35 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Bei mehreren Volkswagen-Modellen rückt ein unscheinbares Bauteil in den Fokus von Dieben: das Markenlogo in der Fahrzeugfront. Dahinter sitzt bei vielen Autos ein Radar-Modul für Assistenzsysteme. Berichte aus London zeigen, dass die Täter gezielt diese Technik ausbauen. Für Halter kann der Schaden teuer werden.

Radar-Systeme im Visier

Bei vielen VW-Modellen wie Golf, Tiguan oder Passat sitzt hinter dem vorderen Emblem ein Radar-Sensor. Dieser ist ein zentraler Bestandteil moderner Assistenzsysteme und wird unter anderem für die adaptive Geschwindigkeitsregelung und den Notbremsassistenten benötigt. Das Logo dient dabei als Abdeckung, durch die die Radarsignale gelangen können.

Für Fahrzeughalter entsteht durch den Diebstahl nicht nur ein optischer Schaden. Wird das Radar-Modul entfernt oder beschädigt, können wichtige Assistenzfunktionen ausfallen. Laut „Autocar“ berichten Anwohner, dass die Täter das Emblem innerhalb weniger Sekunden entfernen und das dahinterliegende Radar-Modul entwenden. Für Betroffene kann das teuer werden. Der aufwendige Austausch inklusive Kalibrierung kostet in der Werkstatt häufig mehr als 2000 Euro.

Organisierte Kriminalität

Anwohner berichten zudem von organisiert vorgehenden Diebesgruppen. Teilweise sollen sogar Drohnen eingesetzt werden, um geeignete Fahrzeuge auszuspähen. Volkswagen hat auf das Problem bereits reagiert. Bei neueren Modellen befindet sich der Radar-Sensor inzwischen an weniger leicht zugänglichen Stellen.

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Die gestohlenen Bauteile werden offenbar auf Online-Plattformen angeboten. Allerdings ist die Radartechnik ab Werk elektronisch auf das Fahrzeug abgestimmt. Diese Sperre verhindert die Weiternutzung in einem anderen Fahrzeug – ähnlich wie bei bestimmten Komponenten im iPhone. Ohne Neukodierung in einer autorisierten Werkstatt sind die Teile somit wertlos, bei den Dieben scheint diese Information jedoch bislang nicht angekommen zu sein.

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