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Deutsche Technikgeschichte

Berliner Funkturm wird 100 Jahre

Der Berliner Funkturm in der Skyline Berlins bei Nacht umgeben von Feuerwerk
Der Berliner Funkturm auf dem Messegelände feiert seinen 100. Geburtstag Foto: Getty Images
Volontär

4. September 2026, 12:27 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Der Berliner Funkturm hat Brände, Krieg und Blockade überstanden. Zum Jubiläum zeigt sich das Wahrzeichen frisch saniert und setzt sich mit einer Lichtinszenierung in Szene.

Am 3. September 1926 wurde der Berliner Funkturm auf dem Messegelände eröffnet. Ursprünglich sollte die Konstruktion vor allem dem Rundfunk dienen. Zunächst entstand auf dem Gelände eine 126 Meter hohe Antenne für den Sender Witzleben. Daraus entwickelten die Verantwortlichen die Idee eines Stahlturms mit Aussichtsplattform, Restaurant und Aufzug.

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Zur dritten Großen Deutschen Funkausstellung nahm der 147 Meter hohe Turm den Betrieb auf. Damals galt er als höchster Turm Deutschlands. Dass seine Stahlkonstruktion an den Pariser Eiffelturm erinnert, ist kein Zufall. Aus dem technischen Bauwerk wurde im Laufe der Jahrzehnte eines der bekanntesten Wahrzeichen Berlins.

„Langer Lulatsch“ im Zeichen der Jahren

Seine 100-jährige Geschichte verlief nicht ohne schwere Rückschläge. Ein Großbrand auf dem Messegelände zerstörte zudem 1935 große Teile der Sendetechnik. Auch der Zweite Weltkrieg hinterließ deutliche Spuren. Eine Granate traf den Turm und beschädigte eine seiner Hauptstreben.

Zeitweise stand die rund 600 Tonnen schwere Konstruktion deshalb nur noch auf drei Beinen. Während der Berlin-Blockade diente der Funkturm zudem als Orientierungspunkt für die alliierten „Rosinenbomber“. Sie versorgten West-Berlin über die Luftbrücke. Nach dem Krieg wurde das Bauwerk stabilisiert und entwickelte sich endgültig zu einem Symbol der Stadtgeschichte.

Der Blick über Berlin ist wieder möglich

Funkwellen verbreitet der Berliner Funkturm inzwischen nicht mehr. Als Ausflugsziel und Wahrzeichen hat der „Lange Lulatsch“ seine Bedeutung jedoch behalten. Das Restaurant befindet sich in rund 55 Metern Höhe. Die Aussichtsplattform liegt auf 126 Metern und bietet einen weiten Blick über Berlin.

Nach einer umfassenden Sanierung ist die Plattform seit März 2026 wieder zugänglich. Zum 100. Geburtstag wird der Funkturm außerdem mit einer Lichtinszenierung und weiteren Aktionen gefeiert. Sie gehören zum Jubiläumsprogramm „What the Funk“, das die wechselvolle Geschichte des Berliner Wahrzeichens in den Mittelpunkt stellt.

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