11. März 2026, 15:24 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
YouTube stellt sein Werbemodell auf Fernsehern weltweit um. Wer Inhalte über Smart-TVs, Streaming-Sticks oder Spielekonsolen ansieht, bekommt zukünftig häufiger längere Werbespots eingeblendet. Diese Anzeigen sind nicht überspringbar und können bis zu 30 Sekunden dauern. Die Änderung gilt international. Betroffen sind vor allem Nutzer ohne kostenpflichtiges Premium-Abo.
Laut einem Google-Blogpost basiert die Neuerung auf einer KI-gestützten Ausspielung. Das System entscheidet automatisch, welches Werbeformat zum Einsatz kommt. Möglich sind sechs Sekunden lange Formate, klassische 15-Sekunden-Spots oder 30-Sekunden-Anzeigen. Die 30-Sekunden-Clips sind ausschließlich für Connected-TVs vorgesehen und lassen sich nicht überspringen. Die längeren Werbespots werden entweder vor oder nach einem Video abgespielt.
Höhere Reichweite und mehr Wirkung
Die Auswahl erfolgt dynamisch. Laut Google soll so sichergestellt werden, dass Kampagnen abhängig von Zielgruppe, Gerät und Nutzungssituation möglichst wirkungsvoll ausgespielt werden. Das Unternehmen spricht von einer optimierten Kampagnenleistung durch den automatisierten Mix verschiedener Formate.
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Die KI kombiniert mehrere nicht überspringbare Anzeigenvarianten miteinander. Laut Google sollen Werbekunden dadurch eine höhere Netto-Reichweite und eine stärkere Wirkung erzielen als bei manuell geplanten Einzel-Formaten. Ziel ist es, Streuverluste zu reduzieren und die Effizienz der Werbung zu erhöhen. Gleichzeitig sollen Video-Produzenten auf diese Weise ihre Einnahmen verbessern können.
Werbestruktur wie im linearen Fernsehen
Für Zuschauer verändert sich vor allem die Struktur der Werbeunterbrechungen. Statt vieler kurzer Einblendungen setzt YouTube stärker auf weniger, dafür längere Werbephasen am Stück. Das Konzept orientiert sich am klassischen linearen Fernsehen, in dem längere Werbeblöcke üblich sind. Mit der weltweiten Einführung reagiert YouTube nach eigenen Angaben auf die wachsende Nutzung über Connected-TV-Geräte.