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Vorsicht vor Eliska!

WhatsApp-Betrug mit Ballerina führt zum Konto-Klau

Ein junges Mädchen mit dunklen, hochgebundenen Haaren tanzt in einem hellen Wohnzimmer. Es trägt ein rosafarbenes Ballettkleid mit Tüllrock und passende Ballettschuhe. Ein Arm ist über den Kopf gehoben, der andere seitlich ausgestreckt. Im Hintergrund stehen ein graues Sofa und eine Holzkommode.
Mit einer angeblichen Abstimmung für Ballerina Eliska versuchen Kriminelle, Zugriff auf WhatsApp-Konten zu erhalten (Symbolbild) Foto: Getty Images
Volontär

21. Oktober 2026, 15:17 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten

Beim WhatsApp-Betrug mit Ballerina Eliska nutzen Kriminelle eine vermeintlich harmlose Abstimmung als Köder. Hinter der Masche steckt sogenanntes Ghost Pairing, mit dem Täter fremde WhatsApp-Konten übernehmen können.

Die Nachricht kommt über WhatsApp. Darin bittet man darum, für ein Mädchen namens Eliska abzustimmen. Sie sei die Tochter von Freunden und könne einen kostenlosen Tanzkurs gewinnen. Vor genau diesem Beispiel warnte die Polizei Köln am 17. September 2026. Die Kriminalpolizei bearbeitete zu diesem Zeitpunkt aktuelle Fälle der als „Ghost Pairing“ bezeichneten Betrugsmasche. Besonders tückisch ist, dass die Nachricht von einem bereits übernommenen WhatsApp-Konto und damit scheinbar von einem bekannten Kontakt kommen kann.

Wer der Bitte folgt, soll einen Link öffnen oder einen QR-Code scannen und anschließend eine Geräteverknüpfung bestätigen. Laut „Futurezone“ wurden entsprechende Fälle mit anderen Namen bereits im August und September 2026 dokumentiert. Die verlinkten Seiten täuschen demnach eine Abstimmung vor, bei der die Stimme über WhatsApp bestätigt werden soll. Tatsächlich führt dieser Schritt in den Verknüpfungsprozess des Messengers.

Ghost Pairing gibt Kriminellen Zugriff

Bei diesem sogenannten Ghost Pairing missbrauchen die Täter die reguläre WhatsApp-Funktion zur Verknüpfung weiterer Geräte. Wer die vermeintliche Abstimmung bestätigt, kann dadurch das eigene WhatsApp-Konto mit einem Gerät der Kriminellen verbinden. Laut Polizei Köln können die Täter anschließend Nachrichten mitlesen oder löschen und im Namen des Opfers mit dessen Kontakten chatten.

Screenshot einer WhatsApp-Nachricht im Dunkelmodus. Der Absender bittet darum, für die Tochter einer Freundin namens Sophie bei einem Schulwettbewerb abzustimmen und die Nachricht weiterzuleiten. Darunter steht der grün unterstrichene Link „https://dancingschool.club“. Die Nachricht wurde um 13:35 Uhr verschickt.
Beim Ballerina-Betrug nutzen Kriminelle eine vermeintlich harmlose WhatsApp-Abstimmung, um Zugriff auf fremde Konten zu erhalten Foto: TECHBOOK

Der fremde Zugriff fällt dabei womöglich nicht sofort auf. WhatsApp funktioniert auf dem Smartphone des Opfers weiterhin normal, obwohl ein weiteres Gerät verbunden ist. Das eröffnet den Kriminellen die Möglichkeit, den Betrug fortzusetzen. So können sie etwa Kontakte anschreiben und um eine Überweisung bitten.

So lässt sich fremder Zugriff erkennen

Die Polizei Köln rät dazu, keine unbekannten Links anzuklicken oder QR-Codes zu scannen, deren Zweck nicht eindeutig ist. Kopplungscodes oder Geräteverknüpfungen sollten nur bestätigt werden, wenn der entsprechende Vorgang selbst gestartet wurde. Kommt eine ungewöhnliche Anfrage von Freunden oder Angehörigen, empfiehlt die Polizei, die betreffende Person direkt anzurufen und die Nachricht zu überprüfen.

Auch interessant: WhatsApp-Fälschung im Play Store täuscht Hunderttausende Nutzer

Ob bereits ein unbekanntes Gerät verbunden ist, lässt sich laut Polizei in WhatsApp unter „Profil“ und „Verknüpfte Geräte“ kontrollieren. Ein unbekanntes Gerät sollte dort sofort abgemeldet werden. Ist durch die Masche bereits ein Schaden entstanden, empfiehlt die Polizei eine Anzeige.

Volontär

Ich dachte, ich erkenne WhatsApp-Betrug – und wäre trotzdem fast reingefallen

„Beinahe wäre ich selbst auf diese Masche hereingefallen. Die Nachricht kam von einem Kumpel, der im Theater arbeitet und tatsächlich mit Ballett-Tänzerinnen zu tun hat. Dass er mich um eine Stimme für eine Tänzerin bat, erschien mir deshalb erst einmal ziemlich plausibel.

Dass ich nicht auf den Link geklickt habe, war letztlich eher Glück. Ich hatte die Nachricht nur kurz auf meiner Apple Watch gesehen und wollte später darauf reagieren. Noch bevor es dazu kam, warnte mich mein Kumpel selbst vor dem Betrug. Gerade das ist für mich das Tückische an der Masche: Passt die Geschichte zufällig zum Absender, können die üblichen Warnsignale schnell weniger auffällig wirken.“

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