2. Oktober 2025, 12:15 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
WhatsApp-Beta-Programme sind ein beliebtes Ziel für Cyberkriminelle. Betrüger bieten auf Telegram gefälschte Zugänge gegen Bezahlung an, obwohl der offizielle Zugang ausschließlich über Apples Testflight erfolgt.
Viele Software-Anbieter bieten Beta-Programme an, um neue Funktionen von einer kleinen Nutzergruppe testen zu lassen. Auch der Meta-Konzern veröffentlicht regelmäßig Beta-Versionen seines Messengers WhatsApp. Einige dieser Testversionen sind für alle Nutzer zugänglich, andere nur für ausgewählte Kreise. Cyberkriminelle nutzen die Nachfrage nach WhatsApp-Beta-Zugängen, um Nutzer zu betrügen.
Angeblicher Beta-Zugang gegen Geld
Der Insider-Blog „WABetaInfo“ berichtet, dass Betrüger über einen seriös wirkenden Telegram-Kanal Beta- und Alpha-Versionen von WhatsApp anbieten. Sie verwenden manipulierte Screenshots, die exklusive Features vortäuschen, und posten News von „WABetaInfo“, um authentisch zu wirken. Ein gefälschtes Verifikationsabzeichen soll den Telegram-Kanal als offiziellen WhatsApp-Kanal von Meta ausweisen.
Nutzer, die Kontakt zu den Betrügern aufnehmen, sollen zwischen 25 und 50 US-Dollar (circa 21 bis 42 Euro) via PayPal zahlen. Dabei nutzen sie die Option „Friends and Family“, wodurch Überweisungen nicht zurückgerufen werden können und nicht vom Käuferschutz abgedeckt sind. Dies sollte sofort Verdacht erregen.
Nur ein Weg führt ins Beta-Programm
Meta bietet seine WhatsApp-Beta-Zugänge für iOS-Nutzer ausschließlich über Apples Testflight-Programm an und verlangt kein Geld für die Teilnahme. Wenn alle Plätze belegt sind, sollten Nutzer keine anderen Wege suchen, da sie sonst Gefahr laufen, Betrügern auf den Leim zu gehen.
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Nutzer, die den geforderten Betrag überwiesen haben, erhalten keinen Zugang zur WhatsApp-Beta. Laut Bericht melden sich regelmäßig Nutzer, die auf den Betrug hereingefallen sind. Die Kriminellen haben diese Masche bereits auf Threads und X angewendet.