Bisher war der Messenger-Dienst Telegram gratis. Nun ist wohl ein kostenpflichtiges Abo-Modell geplant.
Seit der Gründung von Telegram im Jahr 2013 ist der Dienst kostenlos. Bisher war es die Philosophie des Unternehmens, das auch so beizubehalten. Nach ersten Gerüchten äußerte sich nun jedoch Gründer Pavel Durov zu einem bezahlpflichtigen Abo-Modell des Messengers. Die erste Überraschung: Ein solches Modell soll tatsächlich kommen. Die zweite: Die kostenpflichtige Version soll sogar noch diesen Monat ausgerollt werden!
Telegram mit Abo-Modell
Anfang Mai 2022 tauchte in einer Beta-Testversion von Telegram erstmals eine Bezahlfunktion auf. Damals lagen etwa einige Sticker plötzlich hinter einer kostenpflichtigen Schranke. Tester spekulierten daraufhin sehr schnell darauf, dass Telegram ein generelles Abo-Modell testen würde.
Bisher betonte Telegram und auch dessen Gründer Durov, dass der Messenger kostenlos bleiben solle, auch wenn Durov sich seit Ende 2020 gegenüber der Idee eines Abo-Dienstes zunehmend aufgeschlossen zeigte. Da keine Werbung und auch keine Nutzerdaten verkauft werden, ist der Dienst faktisch ein Verlustgeschäft. Das Privatvermögen von Durov sichert die Finanzierung. Deswegen gab es über die Jahre wiederholt Überlegungen und Gerüchte um ein Abo des Messengers. Nun bestätigte Durov die Gerüchte offiziell. Noch im Juni kommt ein entsprechendes Modell.
Laut Durov ist ein sogenanntes Freemium-Modell geplant. Das bedeutet, dass weiterhin eine kostenlose Version ohne Abo von Telegram zur Verfügung steht. Ergänzend kommt nun ein bezahlpflichtiges Angebot. Dieses enthält zusätzliche Funktion, wie etwa die bereits erwähnten Sticker und Reaktionen. Außerdem soll zahlenden Abonnenten zusätzlicher Speicherplatz sowie Bandbreite zur Verfügung stehen.
Durov gibt als Grund für die Änderung eine hohe Nachfrage bei den Telegram-Nutzern an. Der finanzielle Aspekt habe aber natürlich auch eine nicht unerhebliche Rolle bei der Entscheidung gespielt. So sei das Abo „die einzige Möglichkeit, unseren anspruchsvollsten Fans mehr zu bieten und gleichzeitig unsere bestehenden Funktionen kostenlos zu halten.“
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