18. Mai 2026, 12:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Instagram entwickelt seine Plattform seit Jahren weiter und orientiert sich dabei häufig an anderen Diensten. Der Mutterkonzern Meta kündigt nun erneut eine Neuerung an, die sich deutlich an bestehenden Konzepten orientiert. Im Fokus steht diesmal eine eigenständige Anwendung mit dem Namen „Instants“. Damit greift das Unternehmen erneut Ideen von Konkurrenten auf, um die eigene Plattform aktuell zu halten und neue Nutzungsformen auszuprobieren.
Die Geschichte von Instagram reicht rund 16 Jahre zurück. Ursprünglich als reine Fotoplattform gestartet, gewann der Dienst schnell an Bedeutung. Bereits zwei Jahre nach dem Start übernahm Meta, damals noch unter dem Namen Facebook bekannt, die App und baute sie kontinuierlich aus. Neue Funktionen entstanden dabei oft mit Blick auf erfolgreiche Konkurrenzangebote. So wurden etwa die Kurzvideos im Hochformat als Reels eingeführt, die stark an TikTok erinnern. Auch die Stories, die nach 24 Stunden verschwinden, wurden von Snapchat übernommen und gehören inzwischen zum festen Bestandteil der Plattform.
Neue App jetzt auch in Deutschland
Vor ein paar Wochen hatte Meta gegenüber „TechCrunch“ einen Testlauf von „Instants“ in Italien und Spanien bestätigt. Jetzt ist die App auch in Deutschland verfügbar. Es handelt sich um eine eigenständige App, die sich auf das Teilen von spontanen Inhalten konzentriert. Nutzer können Fotos und Videos direkt aufnehmen und mit Freunden teilen. Die Inhalte lassen sich nur einmal ansehen und verschwinden danach. Spätestens nach 24 Stunden sind sie vollständig gelöscht.
Ein ähnliches Konzept wurde bereits innerhalb der Instagram-App ausprobiert. Nun geht Meta einen Schritt weiter und bringt die Funktion zusätzlich als separate Anwendung. „Instants“ sind sowohl in Instagram selbst als auch in der separaten App verfügbar. Die schnellen Schnappschüsse sollen eine Alternative zu den oft stark bearbeiteten Inhalten auf Instagram darstellen.
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Fokus liegt auf ungefilterten Inhalten
Instants setzt bewusst auf einfache und unveränderte Inhalte. Fotos und Videos müssen direkt über die Kamera innerhalb der App aufgenommen werden. Bereits gespeicherte Dateien können nicht genutzt werden. Auch Bearbeitungen oder Filter sind nicht vorgesehen. Dadurch sollen Inhalte möglichst authentisch bleiben.
Mit diesem Ansatz knüpft Meta an die frühen Tage von Instagram an, als der Fokus noch stärker auf spontanen Momentaufnahmen lag. Die neue App ist aktuell für iOS und Android verfügbar. Unklar bleibt, wie erfolgreich das Konzept sein wird. Ähnliche Angebote haben bereits Schwierigkeiten. Auch andere Dienste, die auf vergleichbare Funktionen setzen, verzeichnen seit einiger Zeit sinkende Nutzerzahlen.