5. März 2026, 17:37 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten
Viele kennen das Problem: Der Akku eines Smartphones ist schneller leer als erwartet. Google will deshalb stärker gegen Apps mit hohem Akkuverbrauch vorgehen und solche Stromfresser künftig deutlicher kennzeichnen.
Im Mittelpunkt steht eine Funktion namens „Wake Locks“. Damit können Apps das Gerät aktiv halten, auch wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Das wird zum Beispiel benötigt, wenn Musik abgespielt oder Daten übertragen werden. Wird diese Technik jedoch zu lange genutzt, kann sie die Akkulaufzeit deutlich verkürzen.
Klare Grenze für Hintergrundaktivität
Google definiert nun feste Grenzwerte für diese Nutzung. Dabei handelt es sich um Kennzahlen, mit denen Google unter anderem Stabilität und Energieverbrauch von Apps misst. Laut dem Android Developers Blog gilt eine Nutzung als übermäßig, wenn eine App innerhalb von 24 Stunden länger als zwei Stunden sogenannte Partial Wake Locks aktiv hält.
Eine App gilt als problematisch, wenn sie Wake Locks zu lange nutzt. Das trifft zu, wenn dies in mehr als fünf Prozent der App-Nutzung innerhalb von 28 Tagen passiert. Diese Werte werden über Android Vitals ausgewertet.
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Folgen im Play Store möglich
Überschreiten Apps diese Grenzwerte, kann sich das auf ihre Sichtbarkeit im Play Store auswirken. In solchen Fällen können auf der Store-Seite Warnhinweise erscheinen. Außerdem kann die App seltener in Empfehlungen oder anderen Bereichen des Stores auftauchen.
Die Kennzeichnung soll Nutzern mehr Transparenz geben und Entwickler dazu bringen, ihre Apps effizienter zu programmieren. Ziel ist es, unnötigen Energieverbrauch zu reduzieren und die Akkulaufzeit von Smartphones zu verbessern.