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Schick, genial, gescheitert

Apples größte Erfolge – und die spektakulärsten Flops der Firmengeschichte

Steve Jobs und Steve Wozniak im Jahre 1977
Steve Jobs (links) und Steve Wozniak präsentieren 1977 den Apple II in San Francisco Foto: Getty Images
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Max Dockhorn

1. April 2026, 17:17 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Apple gilt als eine der erfolgreichsten Marken der Welt. Doch der Weg dorthin war alles andere als geradlinig. Neben ikonischen Produkten brachte das Unternehmen auch teure Fehlschläge hervor. Gerade diese Mischung macht den Mythos Apple bis heute aus.

Zwischen Bastler-Erfolg und Millionen-Business

Der erste Computer von Apple, der Apple I (1976), war noch ein Produkt für Enthusiasten. Käufer mussten ihn selbst zusammenbauen – dennoch fanden sich rund 200 Abnehmer. Der Durchbruch gelang erst mit dem Apple II (1977).

Er war einer der ersten Computer, der sich sowohl für Privatanwender als auch für Unternehmen eignete – und wurde ein riesiger Erfolg. Über 16 Jahre hinweg verkaufte Apple mehr als zwei Millionen Geräte. Der Apple II legte den Grundstein für Apples Börsengang im Jahr 1980.

Teuer, visionär – und ein Flop: Der Apple Lisa

Nicht jede Innovation wurde ein Erfolg. 1983 brachte Apple mit dem Lisa einen technisch revolutionären Computer auf den Markt. Er bot bereits eine grafische Benutzeroberfläche und ließ sich mit einer Maus bedienen – damals eine Sensation.

Doch der Preis von rund 10.000 US-Dollar machte den Lisa praktisch unverkäuflich. Trotz seiner Bedeutung für die Computerentwicklung gilt er bis heute als einer der größten Flops der Firmengeschichte.

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Der Macintosh rettet Apples Idee

Ein Jahr später folgte die Korrektur: der Macintosh (1984). Deutlich günstiger und massentauglicher brachte er die Idee der grafischen Oberfläche in die breite Öffentlichkeit. Der Mac wurde zwar anfangs nicht sofort ein riesiger Verkaufserfolg, entwickelte sich aber langfristig zu einer der wichtigsten Produktlinien des Unternehmens.

In den späten 1980er- und frühen 1990er-Jahren häuften sich die Probleme:

  • Apple III: technische Mängel und schwache Nachfrage
  • Newton (1993): innovativer PDA, aber mit schlechter Handschrifterkennung
  • zu viele Produktlinien, fehlender Fokus

Besonders der Newton wurde zum Sinnbild eines ambitionierten, aber unausgereiften Produkts. Ironischerweise ebnete er später den Weg für erfolgreiche Geräte anderer Hersteller.

Parallel setzte Microsoft mit Windows Apple massiv unter Druck. Mitte der 1990er stand Apple finanziell am Abgrund und galt sogar als Übernahmekandidat.

Jobs kehrt zurück

1997 holte Apple Steve Jobs zurück – und mit ihm kam die radikale Neuausrichtung. Das Unternehmen konzentrierte sich auf wenige Produkte und strich zahlreiche Projekte. Der erste große Erfolg dieser neuen Strategie: der iMac (1998). Er brachte Apple zurück in die Gewinnzone – vor allem durch sein auffälliges Design und seine einfache Bedienung.

In den 2000er-Jahren startete Apple seine erfolgreichste Phase und zahlreiche, noch heute ikonische Geräte erblickten das Licht der Welt:

  • iPod (2001): revolutionierte den Musikmarkt, rund 450 Millionen verkaufte Geräte
  • iPhone (2007): veränderte die gesamte Smartphone-Branche nachhaltig
  • iPad (2010): etablierte Tablets als eigene Gerätekategorie

Allein vom iPhone wurden bis 2025 rund 3 Milliarden Geräte verkauft. Kaum ein Produkt hat den Alltag so stark geprägt.

Tim Cook übernimmt die Führung.

Bereits kurz vor dem Tod von Steve Jobs übernahm Tim Cook 2011 die Führung. Unter ihm wurde Apple noch stärker auf Effizienz und Services ausgerichtet. Als erfolgreiche Produkte und Dienste dieser Ära gelten:

  • Apple Watch (2015): dominierende Smartwatch weltweit
  • AirPods: machten True-Wireless-Kopfhörer massentauglich
  • Apple Pay: etablierte mobiles Bezahlen

Doch auch unter Cook lief nicht alles glatt. Die zwischen 2015 und 2019 verbaute Butterfly-Tastatur erwies sich als anfällig und war bei vielen Nutzern äußerst unbeliebt. Zudem sorgte die AirPower-Ladematte für Enttäuschung, da sie zwar angekündigt, letztlich aber nie veröffentlicht wurde.

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Die aktuellen Erfolge

Mit dem M1-Chip (2020) gelang Apple ein weiterer Meilenstein. Die eigenen Prozessoren machten Macs leistungsstärker und effizienter – und beendeten die Abhängigkeit von Intel. Heute entwickelt Apple einen Großteil seiner Chips selbst und setzt damit neue Maßstäbe in der Branche.

Mit der Vision Pro betrat Apple zuletzt den Markt für Mixed Reality. Die Technik beeindruckt, doch der hohe Preis und der begrenzte Nutzen machen sie bislang zu einem Nischenprodukt. Ob daraus der nächste große Erfolg wird – oder ein weiterer Flop in Apples Geschichte –, ist noch offen.

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50 Jahre Apple

Apples Geschichte ist keine reine Erfolgsgeschichte. Viele der größten Innovationen entstanden aus Rückschlägen und Fehlentscheidungen.

Gerade das macht das Unternehmen so besonders: Apple ist nicht deshalb erfolgreich, weil immer alles funktioniert – sondern weil es immer wieder gelingt, aus Flops die nächsten großen Ideen zu entwickeln.

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