Ein kleiner Flieger erreicht ein erstaunliches Tempo: Die batteriebetriebene Drohne Apex Recordhunter von Quantum Systems ist bei einem Rekordversuch auf 777 Kilometer pro Stunde gekommen. Die Energie für den Antrieb stammt dabei ausschließlich aus Batterien. Allerdings ist die gemessene Geschwindigkeit noch nicht als offizieller Rekord bestätigt.
So schnell fliegt die Apex Recordhunter
Bei 777 km/h bewegt sich die Drohne mit einem Tempo, das die meisten Menschen eher von großen Flugzeugen kennen. Wie schnell das tatsächlich ist, zeigt ein Vergleich mit dem Straßenverkehr: Ein Auto legt bei Tempo 130 innerhalb einer Sekunde rund 36 Meter zurück. Die Apex Recordhunter würde bei ihrer gemeldeten Höchstgeschwindigkeit in derselben Zeit knapp 216 Meter schaffen. Damit wäre sie fast sechsmal schneller.
Quantum Systems teilte auf LinkedIn mit, dass unabhängige Experten den Rekordversuch beobachteten. Sie bestimmten die Geschwindigkeit per GPS und verglichen die Messwerte anschließend mit den Aufzeichnungen des Flugschreibers. Diese sogenannte Blackbox zeichnet Informationen zum Verlauf eines Fluges auf.
Noch im Juni 2026 lag die Höchstgeschwindigkeit der Drohne bei 699 km/h. Seitdem konnte das N3XT-Team das Tempo um rund elf Prozent steigern. Mit dem Versuch möchte Quantum Systems zeigen, welche Geschwindigkeiten mit einem Elektroantrieb möglich sind.
Die Energie für den Flug liefern Batteriezellen von V4Smart. Das Unternehmen gehört zur Porsche-Gruppe. Damit kommt die Apex Recordhunter bei ihrem Rekordversuch vollständig ohne eine andere Energiequelle für den Antrieb aus.
Mit den gemessenen 777 km/h ist der Rekordversuch noch nicht abgeschlossen. Laut Quantum Systems muss die Apex Recordhunter dafür zusätzlich in die entgegengesetzte Richtung fliegen. Der zweite Flug soll den Einfluss des Windes ausgleichen, da dieser die Drohne entweder beschleunigen oder abbremsen kann.
Das Team arbeitet nach Angaben des Herstellers bereits an diesem Gegenflug. Wann der nächste Versuch stattfinden soll, nennt Quantum Systems allerdings nicht. Offen bleibt außerdem, wie lange der Akku der Drohne durchhält und welche Reichweite sie mit einer Batterieladung erreicht. Dazu macht das Unternehmen in seinem Beitrag keine Angaben.
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