23. September 2026, 13:37 Uhr |
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2025 war trotz eines aufgefrischten Modells kein gutes Jahr für Vision Pro, mit deutlich niedrigeren Verkaufszahlen als erwartet. 2026 zog Apple deshalb die Konsequenzen, stellte die Entwicklung neuer Geräte vorerst ein, entließ Personal und verteilte das verbliebene Team auf andere Einheiten. In einem aktuellen Interview unterstreicht Apples neuer CEO John Ternus jedoch die Daseinsberechtigung von Vision Pro. Das Produkt sei erst der „Anfang eines langen Weges“.
Vergleich mit den Anfängen des Computers
Mouloud Achour, TV-Moderator für den französischen Sender Canal+, hatte die Gelegenheit, mit Ternus ausführlich über eine Reihe von Themen zu sprechen – darunter auch Vision Pro. In dem Interview konfrontiert Achour Ternus mit der Frage, ob er Vision Pro als „Test, Flop oder als ersten Schritt in die Zukunft“ sieht.
Ternus antwortet: „Ich betrachte sie ein wenig wie die Anfänge des Computers. Wir stehen am Anfang eines langen Weges.“ Damals hätten „die Menschen ganz unterschiedliche Möglichkeiten entdeckt, wie der Computer, wie der Mac ihnen Dinge ermöglichte, die zuvor undenkbar waren.“ Als Beispiel nennt er Desktop-Publishing. Der Mac habe damals neue Arbeitsweisen ermöglicht, die sich anschließend in einer ganzen Branche verbreiteten.
Wie auch sein Vorgänger Tim Cook bezeichnet Ternus Vision Pro als Produkt für sogenannte „Early Adopter“ – also Nutzer, die früh auf neue Technik aufspringen. Weiter spricht der Apple-CEO ungewöhnlich offen über die möglichen und noch unerforschten Anwendungszwecke des Virtual-Reality-Headsets.
„Auch Chirurgen beginnen, sie bei Operationen einzusetzen, weil sie für sie schlicht ein grundlegend besseres Werkzeug ist als ein Monitor, der irgendwo danebensteht. […] In der Filmproduktion wird sie unter anderem für die Entwicklung von Filmsets eingesetzt. Wir werden also weiter wachsen und immer mehr überzeugende Anwendungsfälle finden. Und ich glaube, dass sie eine sehr vielversprechende Zukunft hat.“
Nutzen für Privatkunden bleibt offen
Ternus bleibt allerdings eine Erklärung schuldig, was Privatpersonen mit einem 3999 Euro teuren VR-Headset anfangen sollen. Das Gaming-Angebot ist stark begrenzt, obwohl das Gerät vor allem hier durch seine hervorragenden Displays hervorstechen könnte. Zwar sind räumliches Arbeiten und immersive Filmerlebnisse ebenfalls möglich, aber die Nutzungsdauer ist sowohl durch die Akkulaufzeit als auch das bloße Gewicht eingeschränkt.
Leichte Headsets mit ähnlichem Funktionsumfang für räumliches Arbeiten dürften noch mehrere Jahre entfernt sein – vor allem, da Apple die Entwicklung neuer Geräte vorerst auf Eis gelegt hat. Auch Meta, bislang Marktführer im VR-Segment, hat 2026 massive Kürzungen in seiner Reality-Lab-Sparte umgesetzt. Große Neuerungen in dem Segment sind in nächster Zeit daher nicht zu erwarten.
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