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Versteckte Schwäche

Diesen Fehler machen viele beim Fernseher-Kauf

Nicht nur Größe und Bild sind beim Fernseher-Kauf relevant. Auch die Anschlüsse sollte man sich genau anschauen
Nicht nur Größe und Bild sind beim Fernseher-Kauf relevant. Auch die Anschlüsse sollte man sich genau anschauen Foto: picture alliance / picture alliance / dpa tmn | Laura Ludwig
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Rita Deutschbein, Redaktionsleiterin TECHBOOK
Redaktionsleiterin

15. Januar 2026, 16:18 Uhr | Lesezeit: 4 Minuten

Beim Kauf eines neuen Fernsehers achten viele auf Bildqualität, Größe und Preis. Doch es gibt ein weiteres Detail, das durchaus wichtig ist, aber häufig übersehen wird: die HDMI-Anschlüsse. Dabei kann ein zu knapp bemessener HDMI-2.1-Zugang später zur teuren Falle werden. Warum dieser Standard so wichtig ist und worauf Du beim Kauf unbedingt achten solltest.

Ein moderner Fernseher kann heute weit mehr als nur Programme anzeigen – er ist Schaltzentrale für Streaming, Gaming und Heimkino. Doch um all diese Möglichkeiten wirklich nutzen zu können, muss die technische Ausstattung stimmen. Genau hier machen viele beim Kauf einen grundlegenden Denkfehler: Sie bewerten das Gerät nach seinen sichtbaren Funktionen und nicht nach den Schnittstellen, die alles erst möglich machen.

Der übersehene Fehler beim Fernseher-Kauf

Bildqualität und Ausstattung eines TV-Gerätes sind für viele Nutzer beim Kauf entscheidend. Ein kritischer Punkt wird bei der Wahl für oder gegen ein Gerät jedoch regelmäßig vernachlässigt: die Anzahl und Qualität der HDMI-Anschlüsse. Gerade bei preisgünstigen Modellen greifen Hersteller gerne zum Rotstift und verbauen häufig nur einen oder zwei leistungsfähige HDMI-2.1-Ports.

Dabei ist HDMI 2.1 essenziell für moderne Anwendungen wie Gaming in 4K mit 120 Hertz oder die Übertragung von Surround-Sound per eARC. Ohne diesen Standard lässt sich die volle Leistungsfähigkeit aktueller Konsolen, Soundbars oder Receiver nicht nutzen. Zwar funktionieren auch ältere HDMI-Versionen grundsätzlich, doch sie stoßen bei höheren Anforderungen schnell an ihre Grenzen.

Was steckt im HDMI 2.1?

Der Standard HDMI 2.1 wurde 2017 eingeführt und unterstützt eine Datenübertragungsrate von bis zu 48 Gigabit pro Sekunde. Damit sind nicht nur Auflösungen bis zu 8K bei 60 Hertz Bildwiederholfrequenz möglich, sondern auch flüssiges 4K-Gaming mit bis zu 120 Hertz sowie dynamisches HDR. Gamer profitieren zusätzlich von Funktionen wie VRR (Variable Refresh Rate) und ALLM (Auto Low Latency Mode), die für eine ruckelfreie Darstellung und geringe Eingabeverzögerung sorgen.

Wichtig: Ein HDMI-2.1-Anschluss bedeutet nicht automatisch, dass alle diese Funktionen auch vom Gerät unterstützt werden. Die Versionsnummer gibt lediglich den maximal möglichen Funktionsumfang an. Käufer sollten deshalb nicht nur auf das Vorhandensein von HDMI 2.1 achten, sondern auch auf konkrete Spezifikationen wie „4K 120 Hz“ oder „eARC“, die meist direkt am Anschluss vermerkt sind.

Vorsicht bei günstigen Geräten

Viele Einsteiger-Modelle im Fernseher-Bereich verfügen lediglich über einen einzigen HDMI-2.1-Port – das ist in der Praxis oft zu wenig. Wer etwa gleichzeitig eine Spielkonsole und eine Soundbar nutzen möchte, muss dann regelmäßig umstecken oder Prioritäten setzen. In Zeiten zunehmender Vernetzung und steigender Anforderungen durch moderne Zuspielgeräte kann das schnell zur Einschränkung werden.

Empfehlenswert sind Fernseher mit mindestens zwei HDMI-2.1-Ports. Hochwertige Geräte bieten inzwischen bis zu vier dieser Anschlüsse. Käufer finden entsprechende Informationen in Bestenlisten oder Testdatenbanken, beispielsweise bei den Kollegen von ComputerBILD. Dort lässt sich auch gezielt prüfen, welche Modelle über ausreichend HDMI-2.1-Buchsen verfügen.

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Auch das Kabel muss stimmen

Auch beim Zubehör lauern Tücken, denn nicht jedes HDMI-Kabel ist automatisch für HDMI 2.1 geeignet. Für stabile Übertragungen bei hoher Bandbreite sollten sogenannte „Ultra High Speed“-Kabel verwendet werden. Nur diese garantieren 48 Gigabit pro Sekunde und unterstützen damit alle Funktionen von HDMI 2.1 – inklusive 8K und dynamischem HDR.

Wer zusätzlich mehrere Geräte anschließen möchte, kann auf AV-Receiver oder HDMI-Switches zurückgreifen – doch auch hier ist es wichtig, auf die Unterstützung aktueller Standards zu achten. Denn nur dann werden Bild- und Tonformate wie Dolby Atmos und HDR10+ korrekt weitergegeben.

Lies auch: Worauf Du beim Kauf eines HDMI-Kabels achten solltest

Nachfolgestandard HDMI 2.2 schon in den Startlöchern

2017 eingeführt, ist HDMI 2.1 bereits einige Jahre auf dem Markt. Mit HDMI 2.2 gibt es jedoch eine neuere Weiterentwicklung. Der Standard wurde für besonders hohe Bandbreiten von bis zu 96 Gigabit pro Sekunde ausgelegt. Damit ist diese Schnittstelle doppelt so leistungsfähig wie HDMI 2.1 und soll künftigen Anforderungen gerecht werden – etwa für Anwendungen wie Virtual Reality, 8K mit höheren Bildwiederholraten oder noch komplexere Audio-Formate.

Auch wenn bislang kaum Endgeräte den vollen Funktionsumfang von HDMI 2.2 nutzen, gilt der Standard als zukunftssicher. Wer heute in einen Fernseher oder ein Heimkinosystem investiert, das bereits HDMI 2.2 unterstützt, ist technisch auf der sicheren Seite – vorausgesetzt, auch Kabel und Zuspielgeräte sind entsprechend ausgestattet.

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