25. November 2025, 16:16 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ab sofort müssen sich TV-Zuschauer umstellen. Das ZDF hat sein Angebot angepasst und sich in diesem Zuge von einigen beliebten Sendern getrennt. Angekündigt war der Schritt schon lange.
Die Umstellung erfolgte konkret am 18. November 2025. An diesem Tag hat das ZDF die Ausstrahlung mehrerer Sender in SD-Qualität eingestellt. Für Millionen Haushalte bedeutet das, dass sich ohne HD-fähige Geräte fünf Programme nicht mehr empfangen lassen – darunter auch das Hauptprogramm des ZDF. Was genau betroffen ist und wie sich Zuschauer behelfen können, verrät TECHBOOK.
ZDF schaltet fünf SD-Sender ab
Betroffen von der Umstellung sind die Sender ZDF, ZDFneo, ZDFinfo, KiKA und 3sat, jeweils in der SD-Variante. Sie werden fortan ausschließlich in hochauflösender HD-Qualität über Satellit und bei Vodafone im Kabelnetz verbreitet. Damit reagiert das ZDF auf rückläufige Nutzerzahlen der SD-Versionen und verfolgt das Ziel, Kosten zu sparen. Nach fast 15 Jahren paralleler Ausstrahlung in SD und HD sei es Zeit, Ressourcen effizienter zu nutzen, erklärte die Sendeanstalt den Schritt.
Die Entscheidung betrifft insbesondere Haushalte, die noch ältere Fernseher oder Receiver ohne HD-Funktion nutzen. Wer zuvor ausschließlich die SD-Versionen dieser Sender empfangen konnte, sieht seither nur noch ein schwarzes Bild. Laut einer Studie des Astra TV-Monitors aus dem Jahr 2024 sind rund 2,5 Millionen Haushalte in Deutschland noch nicht auf HD umgerüstet.
Zahlreiche öffentlich-rechtliche Sender verschwinden
Zahlreiche TV-Sender werden abgeschaltet
ARD als Vorreiter – nun zieht das ZDF nach
Die öffentlich-rechtlichen Sender haben die Umstellung bereits im vergangenen Jahr angekündigt und seither schrittweise vollzogen. Während das Antennenfernsehen (DVB-T2 HD) bereits 2017 auf HD umgestellt wurde, beendete die ARD im Januar 2025 die SD-Ausstrahlung ihrer Programme vollständig. Im November folgte das ZDF mit dem nächsten großen Schritt. Auch Vodafone-Kunden sind betroffen: Der Kabelanbieter stellte zeitgleich mit dem ZDF die SD-Verbreitung der entsprechenden Sender ein.
Trotz der flächendeckenden Verfügbarkeit von HD musste sich eine Vielzahl an Nutzern an die neuen Gegebenheiten anpassen. Wer weiterhin die genannten Sender empfangen möchte, benötigt mindestens einen HD-fähigen Receiver oder ein modernes Fernsehgerät mit integriertem HD-Tuner.
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Tipps für betroffene Haushalte
Zuschauer, die sich unsicher sind, ob sie betroffen sind, sollten ihre Programmliste prüfen. Sind die HD-Versionen der betroffenen Sender bereits enthalten, besteht kein Handlungsbedarf. Andernfalls empfiehlt sich ein Sendersuchlauf oder der Kauf eines externen HD-Receivers. Auch ältere Fernseher lassen sich damit weiter nutzen – vorausgesetzt, passende Anschlüsse sind vorhanden.
Während die öffentlich-rechtlichen Sender ihre HD-Programme ohne Zusatzkosten ausstrahlen, verlangen viele Privatsender für HD-Versionen nach wie vor eine Gebühr. SD-Programme von RTL oder ProSieben bleiben zunächst weiter verfügbar, allerdings ist auch hier langfristig mit einer Umstellung zu rechnen. Für Zuschauer bedeutet das: Wer bis jetzt nicht auf HD umgestiegen ist, sollte spätestens jetzt handeln.