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Was passiert mit den Geräten?

Bekannter Audio-Hersteller meldet Insolvenz an 

Insolvenz
Der Audio-Hersteller Onkyo musste Insolvenz anmelden. Foto: Getty Images

Der japanische Audio-Hersteller Onkyo ist offiziell insolvent. Wie geht es nun mit der beliebten Marke weiter?

Das Traditionsunternehmen Onkyo ist in erster Linie für seine hochwertigen Stereoanlagen bekannt. Bereits 1946 gegründet, verkaufte der japanische Hersteller aber auch lange Zeit Plattenspieler oder Lautsprecher. Neben bekannten Namen wie Panasonic, Samsung und Sony gilt Onkyo daher als einer der größten Hersteller von Audio-Elektronik. Das hat offenbar angesichts der aktuellen Entwicklungen nicht viel genützt: Am Freitag, den 1. Mai 2022, musste Onkyo Insolvenz anmelden.

Onkyo-Insolvenz war vorauszusehen

Nicht nur während der Corona-Krise hat Onkyo erheblich gelitten. Schon seit Jahren macht dem japanischen Unternehmen die Entwicklung auf dem Audio-Markt zu schaffen. Während früher Stereoanlagen als das Nonplusultra galten, konsumieren Nutzer heutzutage anders Musik, Hörspiele und ähnliches. Tragbare Geräte – allen voran natürlich das Smartphone – sind inzwischen weitaus beliebter.

Geldprobleme bestehen dementsprechend bereits länger, schon im August vergangenen Jahres verlor Onkyo seine Börsennotierung. Zwar wurde versucht, das Geschäft in kleinerem Rahmen aufrechtzuerhalten, gelohnt hat sich das jedoch scheinbar nicht in ausreichendem Maße, sodass Onkyo beim Gericht in Osaka die Insolvenz anmelden musste. Über 23 Millionen US-Dollar Schulden hat das Unternehmen inzwischen angehäuft.

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Wie geht es mit Onkyo weiter?

„Wir haben alle möglichen Wege [um das Business aufrechtzuerhalten] ausprobiert, konnten aber unsere Schulden letztlich nicht bezahlen“, heißt es in einem Statement des Unternehmens gegenüber dem Magazin Nikkei Asia. Noch im Januar 2021 hatten die Aktionäre zugestimmt, durch Aktienoptionen neues Eigenkapital zu schaffen, es wollte aber niemand in das schwer sanierungsbedürftige Unternehmen einsteigen.

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Inzwischen wurde das Kerngeschäft der audiovisuellen Anlagen an Sharp und Voxx International in den USA verkauft. Das Kopfhörergeschäft ging hingegen an einen Investmentfonds. Immerhin: Sharp und Voxx wollen die Marke als gemeinsames Joint Venture erhalten. Damit gesellt sich Onkyo zu anderen gescheiterten Unternehmen, gerade unter Voxx, die bereits andere Firmen wie Pioneer und Inteegra in der Vergangenheit aufkauften. Sharp will in Zukunft die Produktion aufrechterhalten, während Voxx International die Vermarktung übernimmt.

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