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Saddam Hussein kauft PS2-Konsolen?

Die absurdesten Verschwörungstheorien in Videospielen

Wollte sich Saddam Hussein aus Hunderten PlayStations Computer bauen, um damit Kriegsgerät zu steuern? Und wussten die Macher von Deus Ex bereits im Jahr 2000, dass es zu den Anschlägen am 11. September kommen würde? TECHBOOK stellt die verrückstesten Gaming-Verschwörungstheorien vor.

Es geht doch nichts über eine gute Verschwörungstheorie – und auch die Welt der Videospiele ist voll mit spannenden Mythen und verrückten Theorien. Viele davon sind an den Haaren herbeigezogen, aber einen hohen Unterhaltungswert haben sie dennoch. Darum stellt TECHBOOK die absurdesten Verschwörungstheorien einmal vor.

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Saddam Husseins PS2-Supercomputer

Als die PlayStation 2 Anfang des Jahrtausends erschien, lieferte Sony mit der Spielekonsole einen für die Zeit recht potenten 32-Bit-Prozessor verpackt in einem luftgekühlten Gehäuse inklusive Arbeitsspeicher und Stromversorgung – die PlayStation war für die verbaute Hardware ein wirklich guter Deal.

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Tatsächlich waren die Menschen so begeistert von der kleinen Konsole, dass sich um die PS2 bis heute der Mythos rankt, dass der damalige Irak-Präsident Saddam Hussain Hunderte der Konsolen in den Irak schaffen lies – und zwar nicht, um in seiner Freizeit ein paar Videospiele zu spielen, sondern um aus den Konsolen einen Supercomputer zu bauen, mit dem militärisches Gerät gesteuert werden sollte. Es lassen sich sogar noch heute News-Artikel finden, in denen davon gesprochen wird, dass ungefähr 15 PlayStation-Konsolen in der Lage seien, im Verbund eine Militär-Drone zu steuern.

Handfeste Beweise für diesen Mythos haben sich aber nie finden lassen. Zwar habt sich das FBI Anfang der 2000er wohl tatsächlich mit einer ungewöhnlich hohen Lieferung der Konsolen in den Irak beschäftigt, aber ob die PS2 tatsächlich für militärische Zwecke eingesetzt wurde, bleibt ungeklärt. Denn vielleicht wollten die Iraker mit den Konsolen auch einfach nur spielen.

Pokémon Rot und Blau: Das Lavandia-Syndrom

Erreicht man in den ersten beiden Pokémon-Spielen für den Gameboy die Stadt Lavandia, dann fällt sofort die unbequeme Musik auf, die in dieser Stadt das Spiel begleitet: Eine Melodie mit vielen hohen und etwas schief klingenden Tönen. Obendrein befindet sich in dieser Stadt der Pokémon-Turm – ein Friedhof für Pokémon.

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Diese Mischung hat die Fantasie die Menschen wohl etwas zu sehr angeregt und so entstand der Mythos des Lavandia-Syndroms: Laut dieses Mythos seien in der Spielmusik in Lavandia versteckte Töne, die nur von Kindern gehört werden können. Diese Töne hätten damals bei der Veröffentlichung des Spiels bei Hunderten japanischen Kindern Nasenbluten und Kopfschmerzen ausgelöst – und einige sogar bis in den Freitod getrieben. Aber wie bei Verschwörungstheorie gilt auch hier: Beweise dafür gibt es dafür nicht.

Deus Ex sagt 11. September voraus

Es ist schon ein unglaublicher Zufall: Im Jahr 2000 wurde das vom Studio Ion Storm entwickelte Sci-Fi-Spiel Deus Ex veröffentlicht. Der Spieler übernimmt darin die Rolle eines mit Nanotechnologie künstlich verbesserten Helden, der sich durch eine dystopische Zukunft kämpfen muss. Die Handlung des Spiels an sich beschäftigt sich mit allerhand Verschwörungstheorien –aber 2001 wurde Deus Ex selbst Teil einer Verschwörung.

Denn im Laufe des Spiels besucht der Spieler auch New York und erhält Blick auf die Skyline der Stadt. Doch wer genau hinguckt, kann entdecken, dass dort etwas fehlt: Denn Deus Ex wurde zwar im Jahr 2000 veröffentlicht, doch auch hier fehlen schon die Zwillingstürme des World Trade Centers, die aber erst ein Jahr später am 11. September 2001 bei einem Terroranschlag zerstört wurden. Obendrein wird das Fehlen der Türme auch mit innerhalb des Spiels mit einem Terroranschlag erklärt.

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Wussten die Macher also, was ein Jahr später in New York passieren würde? Wohl kaum, denn der Grund für das Fehlen der Türme ist viel banaler: Die Entwickler hatten damals mit den technischen Limitationen zu kämpfen und mussten deswegen die Zwillingstürme herausnehmen.

Der Madden-Fluch

Was FIFA für den Fussball ist, ist Madden für den American Football: Jedes Jahr erscheint eine neue Ausgabe des Sportspiels, in dem Gamer in der amerikanischen Football-Liga NFL ihre Lieblingsteams zum Erfolg führen können. Doch auf diesem Spiel scheint ein Fluch zu liegen, der sich auf die echte NFL auswirkt – denn derjenige Sportler, der auf dem Cover der jährlichen Ausgabe landet, kann sich schon mal auf eine raue Saison einstellen.

Fast jeder Athlet, der auf dem Cover landet, verletzt sich entweder in den kommenden Saison oder verschlechterte seine Leistung auf dem Feld drastisch. Zuletzt erwischte es Ron Gronkowski von den New England Patriots: Er war für die 2017er-Ausgabe auf dem Cover und und zog sich dann eine Rückenverletzung zu, sodass er in der Saison nur für acht Spiele auf dem Feld stand.

Zur Zeit muss ein weiterer Star der New England Patriots zittern: Für Madden 18 landete Tom Brady auf dem Cover. Der postete prompt ein Video auf Facebook, in dem sich über Aberglauben lustig machte – Brady scheint also keine Angst vor dem Madden-Fluch zu haben.

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