30. April 2026, 13:03 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein aktuelles Update für die PlayStation sorgt für Verunsicherung unter Spielern. Digitale Spiele sollen sich plötzlich nur noch für eine gewisse Zeit offline nutzen lassen – offenbar aufgrund geänderter DRM-Regeln. Doch wurde hier wirklich eine Änderung vorgenommen oder handelt es sich bei allem nur um einen Fehler?
Nach dem Systemupdate vom März 2026 berichteten mehrere PlayStation-Nutzer, darunter auch Lance McDonald über X (via Play3), von auffälligen Änderungen bei digital erworbenen Spielen. Deren Rechte müssten somit regelmäßig „verifiziert“ werden, was eine Internetverbindung voraussetzt.
Nach einer Verifizierung zeigen Spiele für die PS4 in der Übersicht offenbar ein Ablaufdatum an, bis zu dem die Rechte des Titels erneut bestätigt werden müssen. Die Freigabe erfolgt dabei meist für jeweils 30 Tage. Spiele, die bereits vor dem Update installiert waren, scheinen von der Änderung allerdings nicht betroffen zu sein, so die Berichte. Ob sich dies nach einer erneuten Installation ändert, ist bislang unklar.
Auch auf der PlayStation 5 haben Nutzer ähnliche Einschränkungen beobachtet. Während auf der PS4 ein konkretes Ablaufdatum angezeigt wird, fehlt eine solche Anzeige auf der PS5. Stattdessen lässt sich ein betroffener Titel nach Ablauf der Frist nicht mehr starten und meldet einen Fehler. Selbst die Einstellung der Konsole als primäres Gerät, die eigentlich das Offline-Spielen ermöglichen soll, verhindert dieses Verhalten nicht.
Das Problem tritt allerdings nicht bei allen Nutzern auf. Während einige die beschriebenen Einschränkungen beobachten, können andere in ihrer Spieleliste keinerlei Änderungen feststellen.
Insider sprechen von unbeabsichtigtem Fehler
Das spricht dafür, dass es sich bei der beobachteten Änderung nicht um einen generell verschärften Kopierschutz seitens Sony handelt, sondern vielmehr um einen Fehler. Nach Angaben des X-Accounts „Does it Play“ und unter Berufung auf einen anonymen Insider könnte ein Sicherheitsupdate unbeabsichtigt die Funktionsweise der Lizenzprüfung der digitalen PlayStation-Spiele beeinträchtigt haben. Hintergrund soll die Behebung einer kritischen Sicherheitslücke sein, die man Anfang 2026 entdeckt hat.
Demnach könnte ein Mechanismus, der üblicherweise bei Abo-Inhalten zum Einsatz kommt, irrtümlich auch auf regulär gekaufte Spiele angewendet werden.
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Entwarnung von Sony – aber Fragen bleiben
Inzwischen hat sich Sony laut dem Portal „Game File“ zu den Vorwürfen geäußert und zumindest teilweise Entwarnung gegeben. Laut Aussagen gegenüber mehreren US-Medien sei lediglich ein einmaliger Online-Check notwendig, um eine dauerhafte Lizenz für ein Spiel zu erhalten. Weitere regelmäßige Verifizierungen seien demnach nicht vorgesehen. Spieler könnten ihre gekauften Titel weiterhin wie gewohnt nutzen, auch offline.
Die zuvor angezeigten 30-Tage-Fristen hätten offenbar für Verwirrung gesorgt. Beobachter vermuten, dass es sich dabei entweder um eine fehlerhafte Anzeige oder um einen temporären Mechanismus handelt – etwa im Zusammenhang mit dem Rückgaberecht oder Sicherheitsmaßnahmen gegen mögliche Exploits. Offene Fragen bleiben jedoch: Wann genau dieser einmalige Check erfolgt und ob sich am bisherigen Ablauf tatsächlich etwas geändert hat, ließ Sony bislang unbeantwortet.