27. April 2026, 16:35 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Ein aktuelles Update für die PlayStation sorgt für Verunsicherung unter Spielern. Digitale Spiele sollen sich plötzlich nur noch für eine gewisse Zeit offline nutzen lassen – offenbar aufgrund geänderter DRM-Regeln. Doch wurde hier wirklich eine Änderung vorgenommen oder handelt es sich bei allem nur um einen Fehler?
Nach dem Systemupdate vom März 2026 berichten mehrere PlayStation-Nutzer, darunter auch Lance McDonald über X (via Play3), von auffälligen Änderungen bei digital erworbenen Spielen. Deren Rechte müssten somit regelmäßig „verifiziert“ werden, was eine Internetverbindung voraussetzt.
Einmal verifiziert, zeigen Spiele für die PS4 in der Übersicht ein Ablaufdatum, bis zu dem man die Rechte des Titels erneut bestätigen muss. In der Regel scheint die Freigabe für jeweils 30 Tage zu erfolgen. Spiele, die bereits vor dem Update installiert waren, scheinen von der Änderung allerdings nicht betroffen zu sein, so die Berichte. Ob sich dies nach einer erneuten Installation ändert, ist bislang unklar.
Auch auf der PlayStation 5 haben Nutzer ähnliche Einschränkungen beobachtet. Dort ist jedoch kein konkretes Ablaufdatum eingeblendet. Stattdessen lässt sich ein betroffener Titel nach Ablauf der Frist nicht mehr starten und meldet einen Fehler. Selbst die Einstellung der Konsole als primäres Gerät verhindert dieses Verhalten nicht.
Das Problem tritt allerdings nicht bei allen Nutzern auf, was die Einordnung der Situation zusätzlich erschwert. Im Gegenteil: Einige haben speziell nach der neuen Einschränkung gesucht, können in ihrer Spieleliste aber keine Änderung erkennen.
Insider sprechen von unbeabsichtigtem Fehler
Das bestärkt die Vermutung, dass es sich bei der Änderung nicht um einen generell verschärften Kopierschutz seitens Sony handelt, sondern es vielmehr ein Fehler sein könnte. Nach Angaben des X-Accounts „Does it Play“ und unter Berufung auf einen anonymen Insider könnte ein Sicherheitsupdate unbeabsichtigt die Funktionsweise der Lizenzprüfung der digitalen PlayStation-Spiele beeinträchtigt haben. Hintergrund soll die Behebung einer kritischen Sicherheitslücke sein, die man Anfang 2026 entdeckt hat.
Demnach könnte ein Mechanismus, der üblicherweise bei Abo-Inhalten zum Einsatz kommt, irrtümlich auch auf regulär gekaufte Spiele angewendet werden.
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Diskussion über digitalen Besitz flammt erneut auf
Sony hat sich bislang nicht zu dem Problem geäußert, sodass wir über eventuelle Ursachen nur spekulieren können. Unabhängig von der Ursache verdeutlicht der Vorfall jedoch, wie abhängig Käufer digital gekaufter Spiele und Dateien sind. Ohne regelmäßige Verbindung zu den Servern könnte der Zugriff auf bereits erworbene Inhalte eingeschränkt werden. Besonders problematisch wäre dies für Nutzer in Regionen mit unzuverlässiger Internetanbindung.