18. September 2025, 14:16 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Anfang der Woche hat Sony eine neue Revision der PlayStation 5 Slim veröffentlicht. Im Vergleich zum Vorgänger kommt das Modell mit deutlich weniger Speicher für Spiele.
Abgepecktes Slim-Modell der PlayStation 5 ist da
Bereits im Juni deuteten Zertifizierungsdokumente des japanischen Innenministeriums darauf hin, dass der Launch einer neuen PS5-Revision namens CFI-2100 kurz bevorsteht. Tatsächlich ist seit 15. September in den europäischen Amazon-Shops eine PlayStation 5 mit dieser Modellbezeichnung zu finden. Doch anstatt einer verbesserten Konsole steckt eine abgespeckte Variante der bisherigen PlayStation 5 Slim Digital Edition dahinter – mit weniger Speicher.
Statt bisher 1 Terabyte gibt es nur noch 825 Gigabyte SSD-Speicher, das entspricht einem Minus von mehr als 17 Prozent. Trotzdem kostet die neue CFI-2100-Revision mit 469 Euro aktuell mehr als die bisherige Digital Edition mit 1 TB, die derzeit für 439 Euro bei Amazon gelistet ist. Kaufinteressierte müssen deshalb ganz genau auf die Produktdetails achten. Das hat neben dem Speicher auch noch einen anderen Grund: Die 825-GB-Variante hat momentan den 20. Oktober als Lieferdatum, sie ist also faktisch noch nicht wirklich verfügbar.
Auch sonst ist das Listing auf der Amazon-Seite etwas fragwürdig. Die Produktbilder sind allesamt nur in französischer Sprache hinterlegt. Zudem weist die Artikelbeschreibung eindeutig darauf hin, dass es sich hier um die Digital Edition ohne Disc-Laufwerk handele – nur um das Laufwerk vier Punkte weiter unten als Inhalt im Lieferumfang anzugeben.
Sony verkauft altes PlayStation-5-Inventar günstiger
Bevor die neue Revision zum Standard für das PS5-Line-up wird, können Kunden die 1-TB-Variante jetzt noch günstig kaufen. Seit dem 17. September bis 1. Oktober bietet Sony die Digital Edition der Slim für 399,99 Euro statt 499,99 Euro in seinem eigenen Online-Shop an. Auch die Disc-Version ist für 499,99 statt 549,99 Euro im Angebot. Das sind die Preise, mit denen die PlayStation 5 ursprünglich gestartet ist. Auch bei anderen Händlern ist die 1-TB-Variante noch zu haben, allerdings nicht mit Sonys aktuellen Rabatten.
Sony hat die Konsole im November 2020 mit 825 Gigabyte SSD-Speicher vorgestellt. Schon damals stieß die ungerade Zahl bei Konsolen-Gamern auf Unverständnis – zumal Systemdateien allein circa 150 GB davon belegten. Microsoft hatte die Xbox Series X nur zwei Tage vorher mit 1 Terabyte Speicherkapazität angekündigt, Sony-Kunden hatten daher mehr erwartet.
Mit dem „Slim“-Modell lieferte das Unternehmen 2023 nach und vergrößerte den Speicher ebenfalls auf 1 TB. Allerdings vergrößerte sich damit auch der Preis von ursprünglich knapp 400 Euro auf 500 Euro.
Nicht nur der Speicher ist hier schräg
„Ich weiß nicht, ob der chaotische Launch der neuen CFI-2100-Revision Sonys Versuch ist, Nutzer an die neue Realität zu gewöhnen, bevor es wirklich so weit ist. Warum sollte sonst die Konsole schon bei Amazon gelistet, aber noch nicht verfügbar sein? Oder ist Sony die Story aus den Händen geglitten? Erst die 100 Prozent korrekten Leaks weit im Vorhinein und dann ein Soft-Launch bei Amazon – ohne jegliche Kommunikation von Sony. Das wirkt auf mich, als hätte der Konzern es verpasst, das Narrativ zu steuern.
Denn ich kann durchaus den Grund für die abgespeckte PlayStation 5 verstehen. Sony muss auf seine Bilanz achten und die angespannte Situation auf dem globalen Markt macht das immer schwieriger. Der Konzern hatte wahrscheinlich die Wahl: Entweder die Konsole noch teurer machen oder eben abspecken.
Für Kunden ist das jedoch äußerst frustrierend. Denn selbst wenn der Preis beim Slim-Modell gleich bleibt, bedeutet das: Sie zahlen faktisch 100 Euro mehr für den gleichen Speicher, mit dem die PS5 2020 gestartet ist.“