Mit der Switch und der Switch 2 bietet Nintendo zwei Konsolengenerationen an, die sich über eine Docking-Station am Fernseher nutzen lassen. Wer beide Modelle besitzt, benötigt bislang jedoch zwei unterschiedliche Docks. Eine aktuelle Patentanmeldung deutet nun darauf hin, dass Nintendo an einer gemeinsamen Lösung arbeiten könnte.
Das Konzept sieht eine Docking-Station vor, die ihre Funktionen automatisch an die angeschlossene Konsole anpasst. Ob daraus später ein Serienprodukt entsteht, ist derzeit allerdings nicht bekannt.
Docking-Station erkennt eingesetzte Konsole
Den in China veröffentlichten Patentunterlagen zufolge soll das Dock selbstständig erkennen, ob eine Nintendo Switch oder eine Switch 2 angeschlossen wurde. Anschließend passt es Bildausgabe, Datenübertragung und Kühlung automatisch an das jeweilige Konsolenmodell an.
Für die Switch 2 sieht das Patent eine Videoausgabe in höherer Auflösung sowie eine Datenübertragung per USB 3.0 vor. Wird dagegen eine Switch der ersten Generation eingesetzt, arbeitet die Docking-Station mit USB 2.0 und passt das Videosignal an die technischen Möglichkeiten der älteren Hardware an.
Außerdem beschreibt das Patent ein aktives Kühlsystem. Die Drehzahl des integrierten Lüfters richtet sich nach der verwendeten Konsole. Gleichzeitig soll kühle Luft gezielt zur eingesetzten Hardware geleitet werden und nicht ausschließlich die Docking-Station selbst kühlen.
Erleichterung für Besitzer beider Switch-Generationen
Ein universelles Dock könnte den Alltag für Besitzer beider Nintendo-Switch-Generationen vereinfachen. Statt für jede Konsole eine eigene Docking-Station bereitzuhalten, ließen sich sowohl die Switch als auch die Switch 2 mit demselben Zubehör am Fernseher nutzen. Das wäre insbesondere in Haushalten von Vorteil, in denen beide Modelle regelmäßig genutzt werden oder mehrere Familienmitglieder unterschiedliche Switch-Generationen besitzen.
Die Patentanmeldung erscheint zu einem Zeitpunkt, an dem Nintendo mehrere Änderungen rund um seine Konsolen vorbereitet. In Europa endet der Verkauf der ersten Switch nach Februar 2027, weil der fest verbaute Akku die Anforderungen des EU-Rechts auf Reparatur nicht erfüllt. Außerhalb Europas soll die Konsole jedoch weiterhin unterstützt werden. Nach den vorliegenden Informationen sind auch künftig Software-Updates und neue Spiele vorgesehen.
Parallel berichten die Quellen außerdem über eine überarbeitete Version der Switch 2 mit austauschbarem Akku, deren Marktstart noch für dieses Jahr erwartet wird.
Ob die beschriebene Docking-Station tatsächlich auf den Markt kommt, bleibt offen. Patentanmeldungen dienen häufig dazu, technische Entwicklungen rechtlich zu schützen, ohne dass daraus zwangsläufig ein fertiges Produkt entsteht. Ebenfalls offen bleibt, ob ein mögliches Serienmodell VRR unterstützen wird.
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