10. Oktober 2025, 16:34 Uhr | Lesezeit: 3 Minuten
Wird „GTA 6“ wirklich 100 Euro kosten? Erste Gerüchte und Prognosen gibt es tatsächlich bereits. Es wäre auch nicht sehr überraschend, denn schließlich befindet sich der kommende Spiele-Blockbuster bereits seit langer Zeit in Arbeit und wird technisch als auch vom Umfang her sehr aufwendig. Werden Spieler auf der ganzen Welt ein nie dagewesenes Preisniveau erleben? Nicht so schnell. Laut einer neuen Untersuchung sollte Publisher Rockstar Folgendes machen: gar nichts.
„GTA 6“ für 100 Euro könnte zum Verlustgeschäft werden
Im Januar dieses Jahres stellte der Analyst Matthew Ball einen „GTA 6“-Preis in Höhe von 100 Euro (100 Dollar in den USA – bei Spielen sind die Beträge in der Regel gleich, ob Dollar oder Euro) in Aussicht. Seiner Ansicht nach würde der hohe Preis das Wachstum innerhalb der Spielebranche antreiben, wovon auch kleinere Studios und Projekte profitieren könnten. Schließlich würden die Produktionskosten weiter steigen, doch entsprechende Preiserhöhungen hat es im gleichen Maße bislang nicht gegeben.
Steigende Preise würden der Branche guttun und auch andere Hersteller sehen das so. Doch eine neue Untersuchung von MIDia Research kommt zu dem Schluss, dass Publisher Rockstar Games besser davon absehen sollte, „GTA 6“ für 100 Euro zu verkaufen. Stattdessen argumentieren die Experten, dass das Unternehmen zu dem Verkaufspreis am Ende sogar Verluste hinnehmen müsste.
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69,99 Euro für „GTA 6“ ideal
Für die neue Studie griffen die Verantwortlichen von MIDia Research einerseits auf die sogenannte Gabor-Granger-Methode zur Bestimmung eines Produktpreises zurück und zum anderen auf eine repräsentative Umfrage mit 2000 Personen. Zudem fragte das Portal „IGN“ bei Perry Gresham, Co-Autor der Studie, direkt nach.
Herauskam, dass „GTA 6“ statt für 100 Euro am besten für nur 70 Euro verkauft werden sollte, 69,99 Euro um genau zu sein. Das würde die Verkäufe maximieren und die Fans bleiben glücklich. Ein Preis von 100 Euro hingegen würde die Verkaufszahlen senken und damit die allgemeinen Umsätze. Ferner gebe es vorherige Untersuchungen, die darauf verweisen, dass Verbraucher Preise bevorzugen, die auf ,99 enden.
Die Begründung klingt einleuchtend: Die höheren Einnahmen pro Einheit durch einen Preis über 70 Euro könnten nicht den Verlust kompensieren, der sich durch die dadurch geringere Käuferschaft einstellt.
Einige Fans würden sogar 150 Euro bezahlen
Die Umfrage offenbart interessante Tendenzen innerhalb der potenziellen Käuferschaft. Je nach theoretischem Verkaufspreis würden unterschiedlich viele Menschen „GTA 6“ ganz sicher oder zumindest wahrscheinlich kaufen. Dabei fragte man sogar einen hypothetischen Preis von 149,99 ab, für den sich trotzdem einige erwärmen könnten.
Die Umfrageergebnisse in der Übersicht:
- 79 Prozent würden „GTA 6“ für 49,99 sicher oder vermutlich kaufen
- 60 Prozent würden „GTA 6“ für 69,99 sicher oder vermutlich kaufen
- 35 Prozent würden „GTA 6“ für 99,99 sicher oder vermutlich kaufen
- 16 Prozent würden „GTA 6“ für 149,99 sicher oder vermutlich kaufen
Unter den 16 Prozent bei 149,99 würde die Kaufwahrscheinlichkeit bei sogenannten „Superfans“ sogar doppelt so hoch liegen als beim durchschnittlichen Kunden.
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Wenn „GTA 6“ statt für 100 Euro „nur“ für 69,99 erscheint, würden allein in den USA etwa 8,6 Prozent der Gesamtbevölkerung das Spiel zum Start kaufen, so die Prognose der Experten. Das würde innerhalb kürzester Zeit 22,9 Millionen verkaufte Einheiten und einen Milliardenumsatz bedeuten.