Knapp 500 Euro

PS5 könnte teurer werden als erwartet!

PlayStation-Logo mit Menschen im Vordergrund auf der GDC California
Die PlayStation 5 wird Weihnachten 2020 auf den Markt kommen
Foto: Getty Images

Der Preis von Sonys PlayStation 5 könnte höher ausfallen, als viele annehmen. Der Grund liegt bei den verbauten Teilen.

Sony sieht sich derzeit mit einem großen Problem hinsichtlich der Veröffentlichung seiner PS5 konfrontiert. Eines der großen und noch unbekannten Themen ist der Preis der Konsole. Sony muss bei der Festlegung gleich mehre Dinge im Auge haben. Zum einen stehen dem Verkaufspreis immer die Produktionskosten entgegen. Auf der anderen Seite schrecken hohe Preise die Gamer ab. Konkurrent Microsoft möchte seine neue Konsole, die Xbox Series X, im gleichen Zeitraum veröffentlichen. Wer zum Launch das bessere Paket schnürt, kann Käufer für Jahre an seine Konsole binden. Es gilt also vor allem, die Produktionskosten möglichst niedrig zu halten. Doch dieses Vorhaben ist aktuell gefährdet.

Die Rechnung geht nicht auf

Die verbauten Komponenten in der PlayStation 5 sind laut eines Berichts von Bloomberg aktuell ein Kostentreiber. Einige Teile sind demnach knapp und deshalb teuer geworden. Der Preis einer PS5 wird in der Produktion mit 450 Dollar (415 Euro) bemessen und sind damit höher als damals bei der PS4, die 381 Dollar (350 Euro) in der Herstellung kostete. Geht man vom Release-Preis der PlayStation 4 aus (399 Dollar), müsste die PS5 also rund 470 Dollar kosten. Damit wäre sie nicht nur teurer als der Vorgänger beim Launch, sondern könnte auch den Preiskampf gegen Microsoft verlieren.

Verlustgeschäft Konsole

Nur weil der Verkaufspreis einer Konsole über den Herstellungskosten liegt, heißt das noch lange nicht, dass das Gerät Gewinn abwirft. Im Gegenteil, denn aufgrund von Lieferkosten, Handelsmargen und Entwicklung fallen zahlen Sony & Co. fast immer drauf. Im Fall der PS4 waren das zum Release rund 60 Dollar minus pro Konsole. Das würde insofern Sinn machen, dass das meiste Geld ohnehin nicht Hardware, sondern der Software verdient wird. Hier fallen neben den Spielen vor allem PlayStation-Network-Mitgliedschaften ins Gewicht. Erst im Laufe der Jahre, wenn einzelne Teile erschwinglicher werden, sinken die Herstellungskosten.

Sony hat noch Möglichkeiten

Sony hat sich laut Insidern bei vielen Teilen der PS5 schon festgelegt. Dabei setzen die Japaner oft auf höhere Qualität und zahlen dafür auch den entsprechenden Preis. Gelingt es nicht, bei anderen Teilen noch einzusparen, bleibt noch eine weitere Lösung: Sony könnte seine neue Konsole mit noch mehr Verlust verkaufen. Das könnte sich als lohnendes Investment in die Zukunft herausstellen.

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TECHBOOK meint

„Die Gerüchteküche brodelt mal wieder. Am Ende wird Sony seine Konsole aber zu einem erschwinglichen Preis verkaufen. Das Risiko, Marktanteile an Microsoft zu verlieren, ist einfach zu groß. Dieses wird nicht das letzte Gerücht zu Preis oder Daten der PS5 sein. Was glauben Sie?“ – Andreas Filbig, Redaktionsleiter

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