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Beschimpfungen und Belästigungen

Das müssen Frauen beim Online-Gaming ertragen

Die Gamerin Anne Munition zockt das Spiel „Rainbow Six Siege“ und wird dabei regelmäßig beschimpft, weil sie eine Frau ist. In einem Video hat sie die Beleidigungen gesammelt.

Es scheint immer noch etwas Besonderes zu sein, wenn eine Frau Games zockt – und das, obwohl ständig über Gleichberechtigung gesprochen wird. Dass es wohl noch eine Weile dauern wird, bis diese tatsächlich auch erreicht ist, zeigt die Online-Gamerin Anne Munition. Die Twitch-Streamerin hat mehr als 300.000 Follower, zockt Spiele wie „Rainbow Six Siege“, „PUBG“, „Overwatch“ oder „God of War“Doch vielen männlichen Zockern ist egal, wie gut sie zockt. Sie nehmen die Spielerin nicht ernst, weil sie eine Frau ist.

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Sie hat die Reaktionen ihrer männlichen Kollegen beim Spielen aufgenommen und in einem Video gesammelt. Was Anne Munition da so alles ertragen muss, ist kaum zu glauben.

„Spielst du auch das richtige Video-Spiel, Fräulein?

Die Kommentare der Gamer reichen von sexistischen Sprüchen über wüste Beschimpfungen bis hin zu Todesdrohungen. Ein Spieler fragte sie: „Spielst du auch das richtige Video-Spiel, Fräulein?“, in anderer, ob sie eine Frau und ein Mann sei. Das sollte eigentlich egal sein. Aber anscheinend macht das Geschlecht doch einen Unterschied. 

Das ist nicht wie bei ‚League of Legends‘, wo du deine Titties einfach im Stream zeigen kannst. Es braucht Können“, meint ein Gamer. „Ich hoffe, du stirbst“, ätzte ein anderer.

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„Vielleicht macht mich das ja zu einem naiven Trottel, aber ich will nicht hinnehmen, dass wir beim Gaming nicht einfach netter zueinander sein können“, sagte Anne Munition gegenüber dem Magazin KotakuWie sich die Beschimpfungen genau anhören, können Sie in diesem Video sehen:

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„Wir sind nicht so, weil du eine Frau bist. Wir sind so, weil du scheiße bist, nur mal so am Rande“, versucht sich anschließend ein Gamer zu rechtfertigen. 

Auch andere Gamerinnen werden belästigt

Das Schicksal von Anne Munition ist kein Einzelfall. Andere Gamerinnen, ermutigt durch die Offenbarungen der Twitch-Streamerin, berichten ebenfalls von Beleidigungen beim Zocken. Der Beitrag erhält auch sonst sehr viel Zuspruch: Mehr als 28.500 Menschen versehen den Beitrag bei Twitter mit einem Herz, mehr als elftausend Kommentare stehen unter dem Tweet. Bleibt zu hoffen, dass das Video bei vielen Männern etwas ändert und sie künftig darüber nachdenken, bevor sie eine Frau aufgrund ihres Geschlechts beleidigen.

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