Schneller Rechner

Wie viel Arbeitsspeicher Ihr PC mindestens braucht

Random Access Memory RAM Arbeitsspeicher
Mehr RAM – mehr Geschwindigkeit. Einfache Gleichung, aber wie viel Arbeitsspeicher braucht man überhaupt, damit alles flüssig läuft?
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Zu viel Speicher geht eigentlich gar nicht. Aber wie viel Arbeitsspeicher soll mindestens in den PC, damit alles reibungslos läuft? Und gibt es da nicht doch Grenzen nach oben?

Weil Anwendungen immer speicherhungriger werden, kommen Computer mit kleinem Arbeitsspeicher (RAM) schnell an ihre Grenzen. Denn egal, wie schnell Prozessor oder Festspeicher arbeiten – ein zu klein bemessener Arbeitsspeicher bremst den ganzen Rechner.

Was ist der Arbeitsspeicher und wozu braucht man ihn?

Der Random-Access-Memory – kurz RAM – wird auch als Arbeitsspeicher bezeichnet und ist der Kurzzeitspeicher in einem Computersystem. Dort werden alle Prozesse, Programme und verwendete Daten zwischengespeichert, die Sie während der laufenden Arbeit am PC benutzen. Der RAM ist gewissermaßen das Kurzzeitgedächtnis des Computers. Der Zwischenspeicher ist volatil, das heißt, der Inhalt wird beim Abschalten des Computers gelöscht. Der Arbeitsspeicher ist nach dem Prozessorcache die schnellste Speicherkomponente eines PCs und kommuniziert direkt mit der CPU, dem Prozessor. Von der Geschwindigkeit des Arbeitsspeichers hängt deshalb auch ganz entscheidend die Arbeitsgeschwindigkeit des ganzen PCs ab, da maßgeblich in jedem Arbeitsschritt auf die Speicherdaten zurückgegriffen wird.

Wie viel Arbeitsspeicher ist tatsächlich sinnvoll?

Es stimmt schon – zu viel RAM gibt es nicht, zu wenig schon. Allerdings ist auch unnötig, viel Geld für einen besonders großen Arbeitsspeicher auszugeben, den man sowieso nicht nutzt. Zu wenig Arbeitsspeicher macht den Computer hingegen deutlich langsamer. Generell sprechen die Computerhersteller zu ihren Geräten auch eine RAM-Empfehlung aus, die ein ungefährer Richtwert sein kann.

Die Erfahrung zeigt außerdem Folgendes: 2 GB RAM sind im Jahr 2020 inzwischen komplett überholt. Das reicht gerade noch für rudimentäres Surfen und unkomplizierte Office-Programme. 4 GB sind die Mindestanforderung für Windows 10 und für den wenig anspruchsvollen Alltagsgebrauch geeignet. Ab 8 GB hat man dann auch eine ausreichende Speichergröße, mit der nahezu alles Alltägliche flüssig läuft. Wer allerdings gerne mit seinem Rechner Bildbearbeitungsprogramme nutzen oder auch in Zukunft sorgenlos Games zocken will, der sollte sogar 16 GB verbauen, damit Arbeitsleistung und Spieleerlebnis nicht beeinträchtigt werden. Größere Speichergrößen wie 32 oder sogar 64 GB braucht man nur auf professionellem Niveau, wenn mit riesigen Dateien wie etwa 4K- oder 8K-Videos gearbeitet wird.

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Doppelter RAM für mehr Geschwindigkeit

Meist ist die Geschwindigkeit höher, wenn statt einem großen zwei kleinere Speicherriegel verbaut werden – also zum Beispiel zweimal 16 GB statt einmal 32 GB. Denn dann kann der RAM im sogenannten Dual-Channel-Modus laufen. Im Prinzip bedeutet das, dass die CPU mit höherem Durchsatz auf den Arbeitsspeicher zugreift. Meist sind die für den paarweisen Einbau vorgesehenen Speicher-Steckplätze farbig markiert.

Falls nicht, sollten zwei zusammengehörige Module in den ersten und dritten oder zweiten und vierten Steckplatz – vom Prozessor aus gesehen – eingesteckt werden. Wichtig dabei ist, dass beide Riegel baugleich sind. Denn falls nicht, reduziert der schnellere Stick die Geschwindigkeit auf das Niveau des langsameren. Wer also aus irgendeinem Grund zwei verschiedene Sticks hat, sollte sie direkt nebeneinander und nicht im Dual-Channel-Modus einstecken.

Vorsicht bei älteren Rechnern

Wie viel Speicher im eigenen Rechner steckt, lässt sich ganz leicht herausfinden: Unter Windows 7 führt der Weg ins Startmenü, dort werden einem nach einem Rechtsklick auf „Computer“ und „Eigenschaften“ die Systeminformationen angezeigt. Unter Windows 10 findet sich die Übersicht in der Systemsteuerung unter „System“ und „Info“.

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