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Nicht wegwerfen!

Wofür Sie einen alten Router noch benutzen können

Frau installiert Router
Ein alter Router muss nicht auf den Müll. Mit ihm lässt sich das WLAN-Signal im Haus noch verstärkenFoto: Getty Image

Wenn das WLAN-Signal in einigen Ecken der Wohnung oder des Hauses zu schwach ist, kann man sich mit einem Repeater behelfen. Dabei braucht es aber kein neues Gerät – ein alter Router tut den Dienst genauso gut. TECHBOOK zeigt, wie es geht.

Ausrangierte Router müssen nicht in den Müll, sondern können als Repeater das heimische WLAN verstärken. Als Repeater nimmt der alte Router das Signal der Heimzentrale, also des neuen Routers, auf, verbreitet es weiter und ermöglicht dadurch ein besseres WLAN-Signal in den eigenen vier Wänden.

Durch diese Art der Funkverstärkung lassen sich auch Räume, der Garten oder die Garage mit Internet versorgen, in denen das WLAN-Signal anderenfalls zu schwach für eine stabile Verbindung wäre. Zudem können Geräte auch per LAN-Kabel an den Router-Repeater angeschlossen werden – ein Vorteil gegenüber vielen herkömmlichen Repeatern.

Um die optimale Übertragungsgeschwindigkeit zu erzielen, empfiehlt es sich, zwei Geräte desselben Herstellers zu verwenden. Prinzipiell lassen sich aber auch herstellerübergreifende Router als Zentrale und als Repeater einrichten.

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Alten Router als Repeater konfigurieren

Um einen alten Router als Repeater verwenden zu können, muss man das Gerät entsprechend konfigurieren. Verbinden Sie den alten Router dafür im ersten Schritt per LAN-Kabel oder WLAN mit Ihrem Laptop. Geben Sie nun in der Adresszeile des Browsers beispielsweise fritz.box bei einer Fritzbox, speedport.ip für einen Telekom-Router oder o2.box bei einer Homebox von O2 ein. So kommen Sie auf die jeweilige Routeroberfläche. Funktioniert es nicht, oder ist der Zugriff mit einem Ihnen unbekanntem Passwort geschützt, setzen Sie den alten Router auf Werkeinstellungen zurück.

Einrichtung über Routeroberfläche

Im nächsten Schritt müssen Sie auf der Startseite der Routeroberfläche zumeist die „Erweiterte Anzeige“ für umfangreichere Einstellungsoptionen aktivieren. Sie gibt es nahezu in jedem Routermodell. Die folgenden Schritte sind anhand einer Fritzbox von AVM aufgeführt. Sie sollten bei Routern anderer Hersteller aber unter der gleichen oder aber sehr ähnlichen Bezeichnung zu finden sein.

Gehen Sie in den Menüpunkt „WLAN“ und wählen dort „Mesh Repeater“ aus. Nun wechseln Sie die Betriebsart des alten Routers von Mesh Master auf „Router als Mesh Repeater“. Die Fritzbox übernimmt dadurch automatisch die Einstellungen der Heimzentrale, also des Hauptrouters. Sie können außerdem einstellen, ob Sie den alten Router als WLAN-Repeater einrichten möchten, oder Geräte per LAN-Kabel koppeln möchten.

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Einrichtung per Tastendruck

Optional lässt sich der alte Router auch per Knopfdruck als Repeater im Mesh aufnehmen. Drücken und halten Sie dafür je nach Modell die Connect- oder WPS-Taste des Repeater-Routers bis dessen WLAN-Taste blinkt. Nun sollten Sie innerhalb von zwei Minuten die Verbindungstaste des Hauptrouters drücken, bis dessen Bestätigungs-LED aufleuchtet. Nun verbinden sich beide Geräte, wobei der Hauptrouter auch hier alle wichtigen Einstellungen an den Repeater überträgt. Nach erfolgreicher Koppelung sollten beide Geräte in der Mesh-Übersicht angezeigt werden.

Welche Taste Sie auf den unterschiedlichen Fritzbox-Modellen drücken müssen und welche LED wann leuchtet, hat AVM auf einer Hilfeseite gelistet.

Welcher Router ist der richtige für mich?

Diverse Fritzbox-Modelle, dazu Geräte von TP-Link oder Sitecom: Der Markt ist voll mit unterschiedlichen Routern. Falls Sie sich nicht entscheiden können, welchen Sie kaufen sollen – die große Router-Kaufberatung von TECHBOOK klärt auf.