Vorsicht vor Betrügern

Das können Sie gegen nervige Pop-up-Fenster tun

Fenster, die sich plötzlich im Internet öffnen, können ganz schön nervig sein. Besonders anstrengend sind sie, wenn sie sich nicht mehr schließen lassen.
Fenster, die sich plötzlich im Internet öffnen, können ganz schön nervig sein. Besonders anstrengend sind sie, wenn sie sich nicht mehr schließen lassen.
Foto: Getty Images

Schlecht gemachte Pop-up-Werbung öffnet sich ungefragt beim Surfen im Netz und lässt sich im schlimmsten Fall gar nicht mehr schließen. Oft stecken sogar Betrüger dahinter. TECHBOOK erklärt Ihnen, was Sie dagegen tun können.

Wenn sich beim Surfen im Netz ungefragt ein neues Fenster öffnet, handelt es sich dabei um ein sogenanntes Pop-up. Es taucht oft ganz plötzlich auf, etwa nachdem der Nutzer auf einer Seite auf einen Button geklickt hat. In den meisten Fällen wird es für Werbebotschaften genutzt, die Größe variiert häufig: Mal erscheint ein kleines Fenster, mal streckt es sich über den gesamten Bildschrim.

Besonders ärgerlich ist es, wenn Pop-ups schlecht programmiert sind – und sich nicht mehr richtig schließen lassen.

Vorsicht vor Betrügern

Aber nicht immer handelt es sich bei einem aufgepoppten Fenster um seriöse Werbung, auch Betrüger nutzen Pop-ups gern für ihre Zwecke und weisen auf dubiose Gewinnspiele oder angebliche Gefahren wie etwa Viren hin. Hier ist Vorsicht geboten, warnt auch die Verbraucherzentrale NRW auf ihrer Internetseite. Denn „oft lauern hinter solchen Gewinn-Nachrichten schlicht Adressensammler, die Geld mit Ihren Daten machen wollen.“

Immer wieder öffnen sich Gewinnspiel-Benachrichtigungen wie diese

Immer wieder öffnen sich Gewinnspiel-Benachrichtigungen wie diese
Foto: Screenshot Mimikama

Seit 2017 taucht etwa bei Google-Nutzern häufiger das oben gezeigte Pop-up-Fenster auf. Die Chance auf einen Gewinn ist jedoch einzig ein leeres Versprechen und keine bindende Gewinn-Benachrichtigung. Hier wollen Betrüger Ihre Daten!

Das können Sie gegen Pop-ups tun

Aber wie kommen Pop-ups überhaupt auf unseren Bildschrim? „Meistens werden sie in große Werbenetzwerke eingeschleust, sodass sie auf praktisch jeder Internetseite erscheinen können, die man öffnet“, erklärt die Verbraucherzentrale. Im Browser werden Cookies gespeichert, die dafür sorgen, dass Sie immer wieder ähnliche Werbeanzeigen zu Ihren Interessen sehen. Schützen können Sie sich, indem Sie den Cache-Speicher in Ihrem Browser löschen.

Auf dem Smartphone müssen dafür die Einstellungen öffnen. Wählen Sie den Menüpunkt „Anwendungen“ (weitere mögliche Bezeichungen sind „Anwendungsmanager“ oder „Apps“). Suchen Sie dort die Browser-App und klicken Sie auf diesen. Unter dem Punkt „Speicher“ gehen Sie anschließend auf „Cache leeren“. Sie können Ihren Browser auch so einstellen, dass dieser keine Cookies von Drittanbietern akzeptieren. Am Computer können Sie ebenfalls in den Einstellungen des Browsers Ihren Cache leeren. Das Vorgehen variiert je nach genutztem Browser.

https://www.techbook.de/mobile/smartphones/martinelli-virus-whatsapp

Außerdem können auch installierte Apps die Ursache für ständige Pop-ups sein. Daher sollten Nutzer darauf achten, nur gesicherte Apps aus dem Google Play Store oder Apples App Store herunterzuladen. Sollten Sie vor Kurzem eine neue App installiert haben und plötzlich häufiger Pop-up-Werbung sehen, sollten Sie diese testweise wieder deinstallieren und schauen, ob die nervigen Fenster verschwinden.

In jedem Fall sollten Nutzer immer einen kritisch Blick auf Pop-ups werfen. „Es sind auch Fälle bekannt, bei denen Nutzer von gängigen Internetseiten ohne etwas anzutippen auf unbekannte Seiten umgeleitet wurden. Das Ergebnis waren ungewollte Abos mit bis zu 9,99 Euro pro Woche“, schildert die Verbraucherzentrale. Sie legt Nutzern eine Drittanbietersperre oder eine Teil-Drittanbietersperre nahe, die beim Mobilfunkanbieter angefragt werden kann. Diese blockieren Abrechnungswege für Drittanbieter – entweder komplett oder gezielt für bestimmte Leistungen, etwa Abos von Erotikdiensten.