Schnäppchen-Woche

Was Käufer in der Black-Friday-Woche unbedingt beachten sollten

Amazon-Pakete auf einem Stapel
Der Black Friday, der erste Freitag nach Thanksgiving, läutet offiziell die Saison für Weihnachtseinkäufe ein
Foto: Getty Images

Der Black Friday ist Tag der Schnäppchenjagd. Jedes Jahr, rund einen Monat vor Weihnachten locken Händler und Hersteller mit unzähligen Angeboten und Rabatten. Dieses Jahr fällt der Termin daher auf den 29. November 2019. Doch die Schnäppchen-Woche startet schon ab dem 22. November. Doch was für Tretminen lauern im Rabattmeer und woran erkennt man, ob ein Schnäppchen wirklich ein Schnäppchen ist?

Ursprünglich kommt der Tag aus Amerika und wurde erstmals von Apple 2006 in Deutschland eingeführt. Es ist Tradition, dass der Termin für den Black Friday jedes Jahr der Freitag nach Thanksgiving fällt.

Auch für Technik-Fans ist viel dabei – Angebote von Amazon, Apple, Saturn, Otto, Media Markt und Co. locken mit vermeintlich fetten Deals und super Sparpreisen.

14 Black-Friday-Angebote, die es schon jetzt gibt

Die beste Strategie: Kühlen Kopf bewahren

Bei all den Rabattschlachten, die sich Händler nicht nur in Geschäften sondern vor allem auch online liefern, verfällt man schnell mal in einen Kaufrausch. Hier ist Vorsicht geboten! Oft sind die Rabatte mehr Schein als Sein, denn viele Händler geben als Ausgangspreis für die Prozente oft die unverbindliche Preisempfehlung eines Produktes an. Sie erscheinen dadurch besonders günstig, obwohl sie auch an anderen Tagen für weniger Geld zu haben sind. Dieses Verfahren steht bereits in heftiger Kritik.

Mit dieser Schnäppchenfalle versuchen Verkäufer ihre Kunden hinters Licht zu führen. Helfen können in diesem Fall Preissuchmaschinen, wie idealo.de, günstiger.de oder billiger.de. Sie stellen die Angebote von mehreren tausend Onlinehändlern zusammen und vergleichen die Warenpreise sogar in der Historie. Aber auch auf mydealz.de, der Social-Shopping-Community, findet man Hinweise darauf, ob sich ein vermeintliches Angebot wirklich lohnt.

Am Black Friday üben Online-Shops außerdem großen Kaufdruck auf die Kunden aus. Der beliebteste Trick: Bestimmte Produkte seien nur begrenzte Zeit zu einem günstigen Preis verfügbar. Hier gilt: Cool bleiben und nicht unter Druck setzen lassen.

Fake-Shops und Betrüger

Die nächste Schnäppchenfalle wird oft von Betrügern gelegt, die sich bei solch einem riesigen Einkaufs-Event das große Geschäft mit Fake-Shops erhoffen. Nicht jeder Online-Shop ist seriös. Findet man kein Impressum, Hinweisen zum Datenschutz und der Widerrufsbelehrung auf der Webseite oder wird die Bezahlung ausschließlich per Vorkasse angeboten, ist Vorsicht geboten. Oft ist dann das Geld weg, man bekommt keine Ware und kann den Händler auch nicht kontaktieren. Letzte Gewissheit bringt ein Blick in die Preissuchmaschinen – Läden, die hier nicht auftauchen oder noch nicht bewertet sind, sollte man meiden. Prüfsiegel wie das von Trusted Shops zeigen zusätzlich an, ob es sich um einen seriösen Verkäufer handelt.

So erkennen Sie Fake-Shops im Internet

Eine spezielle Art von Fake-Shops sind die Amazon Marketplace Händler, hier gab es in der Vergangenheit viele Berichte über Betrugsversuche. Erste Anhaltspunkte können in diesem Metier die Händlerbewertungen sein: Gibt es überhaupt welche und wie lesen die sich?

Die unbekannte Schnäppchen-Kategorie auf Amazon

Nicht nur aufs Geld aufpassen…

… sondern auch auf die persönlichen Daten. Betrüger geben sich nicht immer nur als Fake-Shop aus, sondern können sich auch hinter Preisvergleichsportale oder Schnäppchenseiten verstecken. Sie wollen an die personenbezogenen Daten des Kunden und dazu nutzen sie sogenannten Affiliate-Seiten. Diese speichern die Informationen ab und verkaufen sie anschließend an große Unternehmen weiter. Man sollte deshalb vorsichtig sein, wo man seine Personendaten eingibt und welche Cookies von der Webseite ausgegeben werden.

Wann ist ein Schnäppchen ein Schnäppchen?

Da am Black Friday mit den Mega-Rabatten geworben wird, hat idealo.de eine Untersuchung durchgeführt, ob man an dem Tag denn wirklich so viel sparen kann. Die durchschnittliche Preisersparnis in den 50 nachfragestärksten Kategorien lag bei nur sechs Prozent. Wenige Produkte waren mindestens 20 Prozent reduziert. Deshalb an dieser Stelle der Tipp: Nicht nur auf die Prozentangaben achten, sondern die Ersparnis in Euro umrechnen.

Camelcamelcamel.com ist die beste Seite für Amazon-Shopper

Wer wirklich sparen möchte, der sollte den Black Friday mit Vorbereitung angehen. Nicht von Spontankäufen leiten lassen, sondern gezielt überlegen, welche Produkte benötigt und schon länger gewünscht werden. Man kann den Preisvergleich schon vor dem Black Friday starten und eventuell eine Preisentwicklung ausmachen. Das kann helfen, den Überblick zu behalten.