Schärfe, Größe…

Die Bildformate PNG und JPG im Vergleich

PNG und JPG Symbolbild: Frau fotografiert Essen mit Kamera
Foto ja – aber in welchem Bildformat? Ein Vergleich zwischen JPG und PNG
Foto: Getty Images

Wer soll eigentlich bei den ganzen Bildformaten noch den Überblick behalten? TECHBOOK vergleicht zwei der beliebtesten Formate miteinander: PNG und JPG.

PNG und JPG sind zwei der bekanntesten und meistverwendeten Bildformate. Aber warum überhaupt? Und wann sollte man welches der beiden nutzen, welche Vorteile und Nachteile bringen die Formate mit?

Beide Bildformate gibt es bereits seit den 1990er Jahren. Die Grundidee: Grafische Daten komprimiert darzustellen. Auslöser für die Entwicklung waren in erster Linie die hohen Lizenzforderungen, die mit der Nutzung einiger anderer Bildformate wie GIF einhergingen.

JPG (oder auch JPEG) – auf die Größe kommt es an

Das Akronym JPG steht für „Joint Photographic Experts Group“, weswegen für dasselbe Format teilweise die Abkürzung JPEG benutz wird. JPG wurde 1992 entwickelt und ist damit etwas älter als PNG. Die Konvertierung bei JPG läuft nicht verlustfrei; bei einer Komprimierung über dieses Format gehen Bildinformationen teilweise unwiderruflich verloren. Je nach Stärke der durchgeführten Komprimierung werden die Ränder der Pixelblöcke leicht unscharf. Eine Bearbeitung des Bildes im Nachhinein, vor allem in dunklen Bereichen, ist deswegen schwierig.

Die meisten Digitalkameras speichern automatisch im JPG-Format ab. Das liegt vor allem daran, dass JPG sehr flexibel ist und von nahezu allen Anwendungen ausgelesen werden kann. Auch für Bildansichten im Internet ist es aufgrund seiner geringen Größe ideal, weil es die Ladezeiten einer Webseite reduziert.

PNG – alles auf Qualität

„Portable Network Graphics“ lautet der volle Begriff für PNG. Das Format wurde kurz nach JPG, 1994, entwickelt und war quasi der direkte Nachfolger des beliebten GIF-Formats. Ziel war es, Bilder ohne Qualitätsverlust komprimieren zu können. Über PNG können Bilder tatsächlich verlustfrei auf eine kleinere Datengröße reduziert werden.

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Ein großer Vorteil ist die Transparenz-Möglichkeit: PNG kann auch transparente Grafiken anzeigen und speichern. Auf diese Weise kann zum Beispiel ein transparenter Hintergrund um ein Objekt gelegt werden, um es als Icon darstellen zu können. Im Gegensatz zu JPG ist es nicht uneingeschränkt mit allen Anwendungen kompatibel. So geht unter anderem beim Auslesen der Meta-Daten – beispielsweise Ort und Zeit der Aufnahme, Kamera – Information verloren. Dafür können PNG-Bilder auch nach dem Komprimieren noch bearbeitet werden und das Format eignet sich ganz grundsätzlich für Grafiken mit kontrastreichen Kanten.

Hinweis: Wird ein Bild von PNG zu JPG und später wieder zurück konvertiert, ist es möglich, dass die Datei am Ende größer als die ursprüngliche ist.

Fazit

Auf die Frage, welches Bildformat denn nun per se besser ist, gibt es keine eindeutige Antwort. Wichtig ist: Um was für ein Bild geht es genau? Und wo soll das Bild erscheinen?

Bei JPG ist die Kompression nicht verlustfrei, dafür sind die Dateien am Ende kleiner und das Format kann samt Meta-Informationen von fast jeder Anwendung ausgelesen werden. Damit eignet sich JPG zum Beispiel, um private Urlaubsbilder abzulegen, die keine besondere grafische Auflösung benötigen oder auch für Webansichten mit geringerer Auflösung, um die Ladegeschwindigkeit nicht verringern.

PNG ist zwar nicht mit jeder Anwendung kompatibel, weswegen teilweise Informationen verloren gehen und Bildinhalte nicht wiedergegeben werden können. Dafür transportiert das Bildformat die Inhalte verlustfrei und ist deswegen die richtige Wahl, wenn Bilder im Nachhinein noch bearbeitet werden sollen und besonders viele Details enthalten. Da auch kleine Bilder mit vielen Farbschattierungen korrekt verarbeitet und aufgrund der Transparenzmöglichkeit hervorgehoben dargestellt werden können, eignet sich PNG auch hervorragend für das Darstellen von Logos und Icons.